Sie haben einiges gemeinsam, der "alte" und "neue" Leiter der Polizeiinspektion Ludwigsstadt: Beide kommen aus Steinbach am Wald, sind kommunalpolitisch und in Vereinen aktiv. Beide waren lange Zeit Weggefährten, sowohl bei den Dienststellen in Ludwigsstadt und auch in Coburg. Beide sammelten Erfahrungen bei der ehemaligen bayerischen Grenzpolizei und bei der Kriminalpolizei Coburg. Und beide haben einen Wunsch, beziehungsweise ein Ziel, nämlich dass die Inspektion im nördlichen Landkreis auch künftig weiterhin rund um die Uhr besetzt sein wird.

Die Zeichen stehen gut. Denn, so brachte es der Polizeipräsident Reinhard Kunkel auf den Punkt, nicht umsonst habe der Freistaat vor zwei Jahren rund 800 000 Euro in das Polizeidienstgebäude investiert.
Außerdem, so war zu hören, werde auch der Personalstand - nachdem Klaus Neubauer und in wenigen Wochen auch Alfred Müller den Ruhestand antreten - beibehalten und durch zwei junge Polizeibeamte ab September 2014 verjüngt.

Neubauer: Zufrieden und dankbar

In der Rede von Klaus Neubauer wurde deutlich: Er ist überzeugt, mit Markus Löffler einen würdigen Nachfolger zu haben. Er sprach von einem Gefühl der Zufriedenheit und der Dankbarkeit. Zufrieden deshalb, weil die PI Ludwigsstadt in der bisherigen Struktur erhalten und somit auch die Sicherheit für die Bürger aufrechterhalten werden konnte.

Dankbar sei er, weil es all die Jahre (Neubauer führte seit 2008 die Polizeiinspektion) ein gutes Miteinander sowohl innerhalb der Inspektion als auch mit den Bürgermeistern, Rettungskräften und mit den Behörden wie Landratsamt, etc. sowie der Justiz gegeben habe.

Es sei eine gute Zeit gewesen. Was die Zukunft betrifft, so "braucht ihr keine Angst zu haben, dass ich von Ruhestandsdepressionen betroffen sein werde". Auch künftig wolle er sich für seine Gemeinde kommunalpolitisch und in Vereinen einbringen. Zudem freue er sich darauf, mehr Zeit mit seinen Enkeln und seiner Frau Inge verbringen zu können.

Für Markus Löffler war es ein bewegender Moment. Er hoffe, dass er nicht zum Gelegenheitsraucher werde, meinte er im Hinblick darauf, dass sein Vorgänger bei Problemen immer Zigarillos geraucht hat.

Für ihn werden die Verkehrs- und die Schulwegsicherheit Schwerpunkte sein, zumal ja die Kinder die Schwächsten in der Gesellschaft sind, erklärte er auf Anfrage. Er verstehe sich auch weiterhin als Teamplayer; als einer, der gemeinsam mit seinen Kollegen die Herausforderungen einer Polizeidienststelle annimmt und bewältigt. "Da wird es nichts Abgehobenes geben!"

So oft wie möglich "raus"

Er habe auch nicht vor, ausschließlich im Amtszimmer zu sitzen , sondern wolle so oft wie möglich draußen vor Ort bei den Menschen sein. Schon seit Kindheit fühle er sich mit seiner Heimat verbunden und er sehe es als eine schöne Aufgabe an, als Leiter der Polizeiinspektion für die Menschen und deren Sicherheit da sein zu dürfen. "Ich bin mir aber auch der Verantwortung bewusst!"

Timo Ehrhardt, bedankte sich im Namen seiner Bürgermeister-Kollegen im Dienstkreis der PI Ludwigsstadt bei Klaus Neubauer. Er hob das gute Miteinander hervor. Bezüglich Markus Löffler meinte er: "Ich muss Sie nicht willkommen heißen, Sie sind bereits angekommen!"

Leitender Oberstaatsanwalt Anton Lohneis sprach von einem "ungetrübten Verhältnis" zwischen PI Ludwigsstadt und der Justiz. Dass mit Markus Löffler ein würdiger und kompetenter Nachfolger für Klaus Neubauer gefunden wurde, davon waren er und auch der Polizeipräsident überzeugt. Letzterer hob unter anderem seinen Einsatz bei den Sonderaufgaben bezüglich des Neubaus der ICE-Strecke hervor.

Glückwünsche überbrachte zudem in Vertretung des Personalrates der Polizei Oberfranken Gerald Storath sowie Polizeidirektor Michael Menzel aus Saalfeld.

Am Anfang lobte Erster Polizeihauptkommissar Georg Löffler die Stadt, die die Ausrichtung des Amtswechsels trotz Renovierungsarbeiten im Rathaus vorgenommen habe. Für die musikalische Umrahmung sorgte das Ensembleorchester der Bayerischen Polizei aus München.

Markus Löffler wird nun zusammen mit seinen rund 19 Polizeibeamten und zwei Angestellten für die Sicherheit von rund 18 000 Einwohnern des Landkreises Kronach sorgen. Der Dienstbereich umfasst die Gemeinden Ludwigsstadt, Tettau, Steinbach, Teuschnitz, Tschirn, Reichenbach, Nordhalben und Pressig.