Sie haben ein Ziel. Sie wollen eine Sprachreise nach New York. Und sie freuen sich, dass sie eine wichtige Etappe geschafft haben. Die Rede ist von Lisa-Marie Bienlein, Kristina Pekin und Levent Kurt.

Die drei Schüler der elften Klasse der FOS am Rennsteig haben beim betriebswirtschaftlichen Planspielwettbewerb "Play the Market" teilgenommen und sich unter 800 Teams und 2300 teilnehmenden Schülern für die weitere Runde in Hersbruck qualifiziert.

Für die drei Jugendlichen waren die vergangenen Wochen spannend. Denn sie hatten die Geschäftsführung eines virtuellen Unternehmens für sechs Geschäftsjahre übernommen. Sie trafen im Dreierteam Entscheidungen in den Bereichen Absatz-, Personal-, Finanz- und Beschaffungsplanung. Sie standen in direkter Konkurrenz zu anderen Teams.

Sie befassten sich mit der Produktion von Müslis, mit Marketing, mit Rohstoffen, Umweltschutz.
Sie stellten Mitarbeiter und Auszubildende ein. Sie erlebten aber auch, wie die infolge von Konjunkturschwanken Betriebsangehörige entlassen werden mussten.

Sie erwarben im Planspiel wirtschaftliches Know-how sowie Schlüsselkompetenzen wie Team-, Konflikt-, Präsentations- und Organisationsfähigkeiten. Also Tugenden, die auf dem Arbeitsmarkt immer stärker gefragt sind.

Sehr zeitintensiv

Die Teilnahme bei "Play the Market" sei sehr zeitintensiv gewesen, erzählt Levent Kurt. Sie seien oft, auch in den Pausen und per online - in Kontakt gewesen und hätten weitere Unternehmensentscheidungen betroffen. Zudem habe man ständig im Internet die Unternehmensstrategien der anderen Mitbewerber beobachtet.

Sie habe gelernt, so Lisa-Marien Bienen, dass ein eigener Betrieb Spaß machen kann und die Führung eines Unternehmens immer mit einem Kampf verbunden ist. Für sie sei es spannend gewesen, die weitere Entwicklung "ihres Unternehmens" zu beobachten.

Anwesend waren auch Vertreter der Partnerunternehmen der FOS am Rennsteig. Marietta Rösler von Rösler Porzellan zeigte sich beeindruckt von der Souveranität, mit der die Schüler unternehmerische Entscheidungen getroffen haben. Die Auszeichnung für die nächste Runde sei eine tolle Werbung für die FOS.

Der Personalleiter von Wiegand-Glas, Matthias Fröba, bezeichnete die Teilnahme als wichtig. Denn somit konnten die Schüler erkennen, dass man als Unternehmer durchaus Chancen habe, sie mussten sich aber auch mit unangenehmen Situationen, wie Entlassung von Mitarbeitern, auseinandersetzen.

Der Ausbilder von Heinz-Glas, Fritz Hempfing bezeichnete den Wettbewerb als eine tolle Abrundung zum Schulalltag. Stolz auf die Weiterqualifizierung waren auch der Schulleiter der FOS, Frank Kücholl und der Geschäftsführer der Sabal-Schule (diese ist Träger der FOS), Michael Wilde. Für ihn ist die Weiterqualifizierung ein Beweis, dass die in der Schule vermittelten Theorien auch in der Praxis angewendet werden können. "Ihr habt selbstbewusst und zielgerichtet gearbeitet!" lobte er.

Vom 4. Bis 6. Juli werden nun die drei FOS-Schüler in Hersbruck sein. Dort gelangen die besten neun Teams ins Finale nach München. Die Abschlussfeier findet am 18. Juli in der Bundesbank in München statt. Dem Sieger winkt dort die Sprachreise nach New York.

Projektträger ist das Bildungswerk der Bayerischen Wirtschaft Partner sind das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie, die AOK und FOM-Hochschule.

Anwesend war auch Stephan Preisz von der AOK. Er wies darauf hin, dass seine Krankenkasse schon seit über zehn Jahren als Partner dieses Wettbewerbes fungiert. Er fand anerkennende Worte für die kurzweilige Präsentation.