"Kahle Bäume, kahle Flächen": Naturschützer weisen auf "Waldsterben 2.0" im Frankenwald hin

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Ludwigsstadt im Frankenwald: Klimaschützer-Aktion gegen Waldsterben und Klimakrise
Mehrere Aktivisten und Aktivistinnen stehen im oberfränkischen Ludwigsstadt mit selbst geschriebenen Botschaften auf Baumstümpfen, um bei der Aktion des Bund Naturschutzes auf das Waldsterben und ...
Ludwigsstadt im Frankenwald: Klimaschützer-Aktion gegen Waldsterben und Klimakrise
Daniel Vogl/dpa
Ludwigsstadt im Frankenwald: Klimaschützer-Aktion gegen Waldsterben und Klimakrise
Mehrere Aktivisten und Aktivistinnen stehen mit selbst geschriebenen Botschaften auf Baumstümpfen.
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Ludwigsstadt im Frankenwald: Klimaschützer-Aktion gegen Waldsterben und Klimakrise
Richard Mergner, 1. Vorsitzender Bund Naturschutz in Bayern e. V., vor einer kahlen Fläche im Frankenwald.
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Ludwigsstadt im Frankenwald: Klimaschützer-Aktion gegen Waldsterben und Klimakrise
Eine Person schreibt ein Aktionsschild "Wald ist Leben".
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Ludwigsstadt im Frankenwald: Klimaschützer-Aktion gegen Waldsterben und Klimakrise
Rund 120 Aktivisten und Aktivistinnen stehen mit selbst geschriebenen Botschaften auf Baumstümpfen in einem kahlen Waldgebiet, um bei der Aktion des Bund Naturschutzes auf das Waldsterben und die ...
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Ludwigsstadt im Frankenwald: Klimaschützer-Aktion gegen Waldsterben und Klimakrise
Aktion des Bund Naturschutzes gegen Waldsterben und Klimakrise: Rund um die 120 BN-Mitglieder und Klimaschützer und Klimaschützerinnen setzen im Frankenwald ein Zeichen für mehr Klima- und ...
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Ludwigsstadt im Frankenwald: Klimaschützer-Aktion gegen Waldsterben und Klimakrise
Abgestorbene Bäume stehen auf einer kahlen Fläche, auf der einst ein Wald wuchs.
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Ludwigsstadt im Frankenwald: Klimaschützer-Aktion gegen Waldsterben und Klimakrise
Abgestorbene Fichten stehen in einem Waldgebiet im Frankenwald: Auf diese Situation wies der Bund Naturschutzes bei seiner Aktion in Ludwigsstadt hin.
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Ludwigsstadt im Frankenwald: Klimaschützer-Aktion gegen Waldsterben und Klimakrise
Auf einem Aktionsschild steht "Wald ist mehr als Holzfabrik".
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Ludwigsstadt im Frankenwald: Klimaschützer-Aktion gegen Waldsterben und Klimakrise
Mehrere Aktivisten und Aktivistinnen stehen mit selbst geschriebenen Botschaften auf Baumstümpfen, um bei der Aktion des Bund Naturschutzes auf das Waldsterben und die Klimakrise aufmerksam zu machen.
Ludwigsstadt im Frankenwald: Klimaschützer-Aktion gegen Waldsterben und Klimakrise
Daniel Vogl/dpa

Es soll ein Weckruf mit Blick auf das Waldsterben sein: Rund 120 Naturschützer haben am Sonntag in Ludwigsstadt mit einer Aktion auf die Folgen des Klimawandels aufmerksam gemacht.

Bei einem Aktionstag nahe Ludwigsstadt (Landkreis Kronach) haben Naturschützer am Sonntag (6. August 2023) auf die Dimensionen des Waldsterbens hingewiesen. Die Aktivisten stellten sich in gelben und grünen Jacken und T-Shirts auf eine große Kahlfläche zwischen abgestorbene Bäume. Dabei hielten sie gelbe Banner hoch: "Klima retten" und "Wald schützen" war darauf zu lesen.

Die Klimakrise sei längst in Bayern angekommen, die Wälder ächzten unter der Hitze und Trockenheit, sagte der Vorsitzende des Bundes Naturschutz (BN) in Bayern, Richard Mergner. Der Regen der vergangenen Tage sei nur ein Tropfen auf dem heißen Stein. "Insgesamt ist der Zustand vieler Wälder absolut besorgniserregend", sagte Mergner. Das "Waldsterben 2.0" im Frankenwald sei ein Vorgeschmack dessen, was allen Wäldern in Bayern bei ungebremster Klimakrise drohe.

BN warnt: "Werden unseren Beitrag zur Rettung der Wälder nicht leisten können"

Zugleich kritisierte der Verbandsvorsitzende, das Klimaschutzgesetz der Staatsregierung sei nichts als heiße Luft. "Mit einem Gesetz, welches auf Empfehlungen und Freiwilligkeit, statt verbindliche Maßnahmen und Kontrollmechanismen setzt, werden wir unseren Beitrag zur Rettung der Wälder nicht leisten können."

Auch der Waldumbau sei essenziell, sagte der BN-Ehrenvorsitzende Hubert Weiger. "Ohne den Wald kann der Mensch nicht existieren, deshalb ist es in unserem ureigensten Interesse, uns um diesen schwerkranken Patienten zu kümmern." Der Schlüssel hierfür sei neben der Wiederbewaldung von Kahlflächen vor allem die Verjüngung der Wälder mit klima-resilienten heimischen Baumarten wie Weißtanne, Buche und Eiche. Weiger war vor rund vier Jahrzehnten einer der ersten, der den Begriff "Waldsterben" in die öffentliche Diskussion brachte.

Für Wiederbewaldung und Waldverjüngung fordert der Bund Naturschutz höhere Abschussquoten bei Reh und Hirsch. Zudem solle es mehr Personal an den Forstämtern geben, um Waldbesitzer besser beraten und fördern zu können.