Vor zwei Jahren hatte der Energieverbrauch mit den alten Lampen bei 92 624 kWh gelegen, was Stromkosten für die Straßenbeleuchtung in Höhe von 19 126 Euro verursachte. Im Marktrat wurde nun das ermittelte Einspapotenzial vorgestellt.

Bei der Abrechnung 2016, die komplett mit den neuen LED erfolgte, standen 19 647 kWh und 4357 Euro auf dem Abrechnungsbogen. Wenn man dann noch die sehr wartungsintensive alte Beleuchtungsanlage berücksichtigt - die Kosten betrugen etwa 2000 Euro im Jahr - dann ergibt sich eine Kosteneinsparung von knapp 17 000 Euro im Jahr bei der neuen LED-Anlage.

Bei einer geschätzten Betriebsdauer von 20 Jahren ergibt dies Einsparungen von insgesamt etwa 335 000 Euro. Dem steht eine Investition für die LED-Straßenbeleuchtung von rund 110 000 Euro gegenüber, die über einen Kfw-Kredit finanziert wird.


Schneller amortisiert

Bei der Wirtschaftlichkeitsberechnung wurde vor Beginn der Baumaßnahme von einer Energie- und Kosteneinsparung von rund zwei Dritteln ausgegangen. Erfreulicherweise liegt das Sparpotenzial nun sogar bei 80 Prozent und dadurch reduziert sich auch die Amortisationszeit wesentlich.

Bürgermeister Michael Pöhnlein (FW) dankte Heinz Wolf für sein Engagement in der Sache Straßenbeleuchtung, die er von der Planung bis zur Installation und auch beim Kostenvergleich ehrenamtlich betreut hat.
Bürgermeister Michael Pöhnlein (FW) informierte darüber, dass am 31. Januar ein Termin mit der Telekom stattgefunden habe. Eine Begehung aller Trassen für den Breitbandausbau wurde durchgeführt, Probleme seien erkannt und über Maßnahmen diskutiert worden. Es wurden zwei Baubegleiter beauftragt. Für die Außenbereiche (28 Anschlüsse) findet Ende Februar/Anfang März eine Infoveranstaltung statt, um zu klären, wer Bedarf an Glasfaseranschlüssen anmeldet.


Nur drei wollen definitiv nicht

Manfred Köstner (CSU) gab einen detaillierten Bericht über den momentanen Bedarf. Er hatte eine Umfrage gestartet und von den 28 Häusern, die im Außenbereich liegen, sind drei bereits mit Glasfaser versorgt, 17 zeigten sich interessiert, drei wollten keinen Anschluss und fünf Rückmeldungen stehen noch aus.
Manfred Köstner (CSU) meinte, es sei momentan eine gute Ausgangsposition, nicht nur im Ort, sondern auch darüber hinaus die Nutzer mit Glasfaseranschluss zu versorgen. Die Kosten laut Angebot liegen erheblich unter dem Betrag, der im Haushalt dafür eingestellt worden war. Daher könne man den Ausbau flächendeckend vornehmen. "Die Chance, jetzt noch mit einer 90-prozentigen Förderung den Leuten diesen Ausbau zu bieten, dürften wir uns nicht entgehen lassen. Nordhalben braucht keine Autobahn, Nordhalben braucht eine gute Datenautobahn. Das wird in der Zukunft immer wichtiger", betonte Köstner.

Beim Infoabend sollten die betroffenen Häuser eine verbindliche Aussage abgeben, ob sie mitmachen wollen. Natürlich sollten sie dann auch über die Kosten aufgeklärt werden. Es stehen momentan 600 Euro im Raum, aber es gibt noch andere Möglichkeiten.


Gegen Anschlusszwang

Der Fraktionsvorsitzende der Freien Wähler, Bernd Daum, dankte Manfred Köstner für seine Mühe und meinte, nun sei eine Planungsgrundlage vorhanden. Er bezweifelt, ob es sinnvoll sei, dass jedes Haus ans Kabel angeschlossen werden müsse. Es gebe auch Funklösungen, zum Beispiel den Hybridanschluss (Festanschluss und Datenfunk), und wenn der LTE-Ausbau weiter fortschreite, gebe es im Funkbereich noch viel mehr Möglichkeiten.

Ralf Ellinger (FW) meinte, dass Hybrid nicht überall möglich sei; aufgrund geografischer Gegebenheiten müsse vielerorts Glasfaser gelegt werden.

Ein Problem gibt es: Es ist vorgeschrieben, dass vorhandene Infrastruktur genutzt wird, und ein Teilstück der Glasfaser muss über bestehende Stromholzmasten gelegt werden. Das zeigte Horst Wolf (FW) am Beispiel Gewerbegebiet Regberg.

Karl Roth (FW) fragte nach, ob auch im Ort selbst jemand, der bisher keinen Anschluss angemeldet hat, nachträglich an das Glasfasernetz angeschlossen werden könne. Geschäftsleiter Joachim Ranzenberger sagte zu, dass diese Interessenten beim Infoabend mit eingeladen werden.

Bürgermeister Pöhnlein meinte, mit der Telekom und der Thüga Metering-Service sei man in Nordhalben gut beraten. Außerdem "belebt Konkurrenz das Geschäft", was eventuell die Kostensituation positiv beeinflusse.