Hans Simon (SPD) schlug moderatere Töne ein, schließlich sei das Landratsamt Genehmigungsbehörde. Die Entscheidung sei zwar ärgerlich, aber man müsse sie akzeptieren.
Bürgermeister Wolfgang Beiergrößlein versuchte die Räte zu beschwichtigen, denn im Normalfall klappe die Zusammenarbeit mit der Bauaufsichtsbehörde gut, meinte er und bat, solche Einzelfälle nicht überzubewerten.
Ein weiterer Bauantrag sorgte für Missstimmung im Gremium. In Ruppen wurde eine Baumaßnahme größtenteils fertiggestellt, ohne rechtzeitig einen Bauantrag vorgelegt zu haben. Tino Vetter (FW) machte seinem Ärger Luft und meinte, jetzt müsse man endlich mal die Reißleine ziehen, er werde aus Überzeugung nicht zustimmen. Tatsächlich wurde dann auch dem Antrag auf Wohnhausanbau, Gaubenaufbau, Wintergartenanbau in Ruppen mit 4:5 Stimmen das gemeindliche Einvernehmen versagt.
Nicht ohne Grünplan
Längere Diskussion gab es auch über einen Antrag auf Errichtung zweier Carports in Fischbach. Stadtplaner Gerber machte dazu einige Ausführungen. Das Vorhaben ist nahe einem eher unübersichtlichen Verkehrsbereich geplant. Die Zu- und Ausfahrt ist daher übersichtlich zu gestalten. Gegen die nicht näher beschriebene, circa 60 Meter lange Einfriedung mit einer circa zwei Meter hohen Zaunkonstruktion (Metall?) sowie zwei Schiebetoren bestehen laut Stadtplaner Bedenken, da diese negativen Einfluss auf das dörflich geprägte Ortsbild von Fischbach haben dürfte. Die dargestellte Zaun-/Toranlage ist kein gestalterisch befriedigender Ersatz für den offensichtlich zu beseitigenden Grünbestand. Der Einfriedung wird am geplanten exponierten Standort nur mit der Auflage zugestimmt, dass eine Grünplanung nachgereicht wird, aus der eine Ein- beziehungsweise Hintergrünung an dafür geeigneten Stellen hervorgeht. Das Landratsamt wird gebeten, die verkehrsrechtliche Situation zu prüfen. Unter Berücksichtigung dieser Auflagen wurde das gemeindliche Einvernehmen einstimmig erteilt.
Zu einem Antrag auf Vorbescheid für den Neubau eines maximal zweigeschossigen Wohngebäudes mit Doppelgarage regte Winfried Lebok (CSU) an, zu prüfen, ob man den Bebauungsplan in diesem Bereich von Wötzelsdorf nicht etwas erweitern sollte.
Dem Antrag auf Vorbescheid wurde einstimmig die Zustimmung mit der Maßgabe erteilt, dass sich die Stadt an keinen Erschließungsmaßnahmen (Zufahrt, Wasser, Kanal) beteiligen wird.
Gegen eine Errichtung eines Gartenpools in Kestel gab es keine Einwände.