Am Kletterturm des Deutschen Alpenvereins (DAV) im ehemaligen Landesgartenschaugelände finden seit Mai diesen Jahres Kletterkurse der besonderen Art statt. Im Mittelpunkt steht die Integration jugendlicher Flüchtlinge. Träger des Projekts ist das das Diakonische Werk Kronach-Ludwigsstadt/Michelau.

Auf dem Programm steht erlebnispädagogisches Klettern. Das Integrations-Projekt richtet sich an Asylbewerber und deutsche Jugendliche. Neben Jugendlichen aus dem Landkreis stammen die Teilnehmer überwiegend aus Afghanistan, aber auch jugendliche Flüchtlinge aus afrikanischen Ländern oder Syrien können ihr Glück am Kletterturm versuchen.

In Gruppenstärke von fünf bis 15 Teilnehmern treffen sie sich zweiwöchentlich am Donnerstag. Die Teilnehmer sind Jungen und Mädchen im Alter von 15 und 20 Jahren. Die Teilnehmer kennen sich aus dem Jugend- und Kulturtreff Struwwelpeter in Kronach. Der Struwwelpeter ist neben dem DAV der zweite Kooperationspartner. Das Projekt wird gefördert vom Bundesprogramm "Demokratie leben!". Vom DAV sind die engagierten Mitglieder Reimund Heinlein, zugleich Betreuer der Kletteranlage, und David Reinhold vertreten. Beide sind in ehrenamtlicher Funktion dabei und führen durch den Kletterkurs.


Kaum sprachliche Barrieren

Kristina Fritz, pädagogische Betreuerin vom Struwwelpeter, informiert über den Inhalt des Kletterlehrprogramms. Es werden die wichtigsten Begriffe erläutert, bevor das richtige Aufwärmen erklärt wird. Hauptaugenmerk liege auch darin, die Sicherheitstechniken zu lernen und zu verstehen, warum diese so wichtig sind. Sprachliche Barrieren gebe es kaum, da die meisten Teilnehmer schon recht gut deutsch verstehen und sprechen können.

Das Klettern am Turm sieht sie als sinnvolle Freizeitbeschäftigung mit Lerneffekt. Man baue gegenseitiges Vertrauen durch die Absicherung der einzelnen Teilnehmer untereinander auf.
"Der Kurs wird gut angenommen, macht viel Freude und Spaß und die Jugendlichen folgen unseren Anweisungen und verstehen die Sicherheitsmaßnahmen", ergänzt Reimund Heinlein.
Asylsozialberater Gerd Weickert und Sozialpädagogin Julia Schmidt (Diakonie) heben den hohen sozialpädagogischen Wert des Projektes hervor.

Der Kurs stärke nicht nur das gegenseitigen Verständnis, er diene auch der Völkerverständigung und fördere zugleich den Abbau von Vorurteilen. Außerdem stärke so ein Kurs das Selbstvertrauen, sagt Gerd We