Gleich zu Beginn erlebten die zahlreichen Besucher des festlich geschmückten Veranstaltungssaals eine Premiere, denn das junge Musikschulorchester feierte seinen Einstand auf der großen Bühne.

Yvonne Schütz, die als Leiterin der städtischen Musikschule auch dem Nachwuchsorchester vorsteht, trieb die Musiker zu Höchstleistungen an und verbreitete weihnachtliche Stimmung vom Allerfeinsten. Zum Dank und als Anreiz, die musikalische Karriere fortzusetzen, erhielten die Mädchen und Jungs ein kleines Geschenk aus den Händen von Andreas Pratsch, dem Dirigenten des Musikvereins.

Nach den Begrüßungsworten des Conferenciers Uwe Detsch, die neben dem Hausherren Bürgermeister Jens Korn auch die zahlreichen Stadträte einschlossen, griff das 30-köpfige Orchester des Musikvereins mit dem Konzertmarsch "Viribus Unitis" in das musikalische Geschehen ein.

Melodien aus dem Disney-Animationsfilm "Der Polarexpress" aus dem Jahr 2004 bildeten den nächsten Programmpunkt. Paul Lavender arrangierte die preisgekrönte Filmmusik von Alan Silvestri für Blasorchester. Auf die Impressionen vom Nordpol folgten mit "Winter Wunderland", zusammengestellt von Franz Bummerl, weitere winterliche Eindrücke.

Nicht weniger bekannt als Bummerl ist in Musikerkreisen der holländische Komponist Jacob de Haan, der unter dem Pseudonym Dizzy Stratford das Konzertstück "Friends For Life" schrieb. Die beliebte Komposition der Mittelstufe erfordert gefühlvolles Zusammenspiel der verschiedenen Register und saubere Intonation - beidem wurden die Wallenfelser Musikerinnen und Musiker gerecht.

"Present Of Love", ein Solostück für Horn, bildete den nächsten Programmpunkt. Darin verarbeitete der Komponist Manfred Schneider eine Arie aus der Händel-Oper "Rinaldo" und passte sie behutsam für modernes Blasorchester an. Als Solist stand Martin Hannig auf der Bühne, der das Stück mit viel Gefühl interpretierte.
Mit der "Sakvicka-Polka" von Metodej Prajka, einem der bekanntesten Komponisten der mährischen Blasmusik, wurde das Publikum in die Pause verabschiedet.


Anspruchsvoll arrangiert

"Das große Tor von Kiew" stand am Anfang des zweiten Teils. Die Komposition von Modest Mussorgski bildet den imposanten Schlusspunkt seines zehnsätzigen Werkes "Bilder einer Ausstellung". Das Werk wurde vom deutschen Militärmusiker Uwe Krause-Lehnitz anspruchsvoll für Blasorchester arrangiert. Mit "Let It Go" aus Disneys "Die Eiskönigin" folgte ein Oscar- und Grammy-prämierter Filmsong, der trotz seines geringen Alters schon zu den absoluten Klassikern der Disneylieder gehört. Das Trompetensolo im Arrangement von Paul Murtha wurde gespielt von Marius Pfaffenberger. Unter dem Titel "Verdi" verarbeitete der Komponist und Arrangeur Walter Tuschla die schönsten Melodien aus den Opern Giuseppe Verdis. Die stimmungsvolle Ausführung wurde mit großem Jubel belohnt.


Lob für die Aktiven

"Disney Film Favorites" ist der Titel eines Medleys, in dem der Arrangeur Johnnie Vinson vier Lieder aus den großen Disney-Erfolgen der Neunziger verarbeitet hat. Mit dem "Tanz der Vampire" versuchten sich das Orchester nochmals an einem großen Medley.

Mit "Sound Of Silence" von Paul Simon, das im vergangenen Jahr als Coverversion von Disturbed große Erfolge feiern konnte, verabschiedeten sich die Musikerinnen und Musiker auf gefühlvolle Weise. In seinem Grußwort zeigte sich Jens Korn begeistert vom Niveau des Erlebten und optimistisch ob des zahlreichen musikalischen Nachwuchses. red