Wie soll man das Projekt nennen? Eine Begegnungsstätte für Generationen? Oder Generationen-Spielplatz? Oder vielleicht "a Platz füe jeden"? Alle diese Namen würden aber sicher nicht all das ausdrücken, was sich die Initiatoren so vorstellen. Es soll ein Treffpunkt entstehen, ein Treffpunkt zum Spielen für die Kinder, ihre Eltern und Großeltern. Ein Treffpunkt, an dem alle miteinander Spaß haben können, ein Treffpunkt der gleichzeitig ein Anziehungspunkt, eine Bereicherung für den ganzen Ort, ja das ganze Obere Rodachtal sein soll.

Als Ergebnis mehrerer Workshops hat sich ein Entwurf herauskristallisiert, der in etwa so aussehen könnte: Ein naturnaher Spielplatz mitten im Ort mit zwei großen Erdhügeln, verbunden durch eine Hängebrücke, eine Seilbahn, ein Matschbereich, Kletterelemente, Nestchenschaukel und einem Kleinkind-Bereich. Prädestiniert dafür wäre der vorhandene Kinderspielplatz in der Dr. Josef-Müller-Straße. Dieser wurde zuletzt in den 90er-Jahren durch einen Elterninitiative mit neuem Spielgerät ausgestattet. "Der Platz könnte erweitert und neu gestaltet werden", sagt Susanne Erhardt, Leiterin der Mutter-Kind-Gruppe und eine der Initiatorinnen des Projekts. Bereits im April/Mai 2013 wurden erste Gespräche mit der Gemeinde geführt und das Projekt besprochen. Es folgen etliche Workshops, bei denen die Ideen ausgewertet wurden und schließlich mit der Vorstellung eines ersten Architektenentwurfs ihren vorläufigen Abschluss fanden, der in den letzten Monaten weiterentwickelt wurde. Nun soll ein Aufmaßplan vom Architekturbüro Schöttner erarbeitet und mit den zuständigen Behörden abgestimmt werden. Alle bisherigen Maßnahmen und die Unterstützung von Claudia Ringhoff (Projektmanagement Kronach Creativ), Beate Singhartinger (Ökologische Bildungsstätte Mitwitz) und dem Architekturbüro Schöttner wurden ehrenamtlich umgesetzt.

Aber nun heißt es, Spendenaktionen durchführen. "Allein die Gerätekosten belaufen sich auf über 30 000 Euro und aus unserer städtebaulich stark strapazierten Gemeindekasse ist kein Euro zu erwarten", berichtet Nicole Burger, die zweite Initiatorin des Spielplatzprojekts. Zwar stellt die Gemeinde das Grundstück zur Verfügung, aber die Finanzierung muss durch andere "Kanäle" sichergestellt werden - beispielsweise durch Aktionen, wie der Verkauf von Kaffee und Kuchen beim Wandermarathon am 10. Mai.