Am Flößermuseum Unterrodach erlebten die Flößer aus Wallenfels, Neuses, Unterrodach, Friesen und aus Uhlstädt/Saale eine außergewöhnliche Aktion, das so genannte "Wiedendrehen".

Auf Initiative von Vorsitzendem Friedrich Fricke (Floßverein Unterrodach) wurden diese Holzseile wie in alter Zeit gedreht. Schließlich war das Wiedendrehen in den Wintermonaten eine absolute Notwendigkeit für die Flößerei.

Ein Sprichwort weist auf die Bedeutung hin: "Es Lejm ve an Flüoße hengt o aane Wieh, und wenn die Wieh zerreißt, nochet is der Flüoße hie!"

"Ich will diese alte Tradition aufrecht erhalten, denn dieses unglaublich belastbare Einbindematerial gehörte zum Flößer wie das Holz", betonte der Initiator. Und bei Gefahr konnte man die Wieden problemlos mit dem Beil zerteilen.