Der Landkreis Kronach verzeichnete am Donnerstag, dem 11. Dezember 2020, einen Negativrekord von 54 Neuinfektionen an einem Tag. Neun Fälle sind dem Infektionsgeschehen in einem Seniorenheim zuzuordnen. Bei circa einem Drittel der neu infizierten Personen handelt es sich um bereits bekannte Kontaktpersonen der Kategorie I. Die restlichen Fälle sind nicht direkt zuordenbar und somit auf ein diffuses Infektionsgeschehen zurückzuführen.

Aufgrund dieser Entwicklung gelten im Landkreis Kronach seit heute (12. Dezember 2020) verschärfte Corona-Maßnahmen. Diese sind seit 0 Uhr gültig.

Das gilt ab sofort im Landkreis Kronach

Der Inzidenzwert des Landkreis Kronach lag am Freitag, 11.12.2020, bei 214,3. Daher treten ab heute, dem 12. Dezember 2020, weitere Maßnahmen in Kraft. Damit ist in der Zeit von 21 bis 5 Uhr der Aufenthalt außerhalb der eigenen Wohnung ab heute nur noch aus folgenden Gründen zulässig:

  • die Ausübung beruflicher oder dienstlicher Tätigkeiten medizinische und veterinärmedizinische Notfälle
  • die Wahrnehmung des Sorge- und Umgangsrechts
  • unaufschiebbare Betreuung von unterstützungsbedürftigen Personen und Minderjährigen
  • die Begleitung Sterbender
  • Handlungen zur Versorgung von Tieren und ähnlich gewichtigen und unabweisbaren Gründen.

An den Weihnachtstagen gilt als Ausnahmegrund auch die Teilnahme an einem Gottesdienst. Darüber hinaus werden alle Schüler ab der 8. Jahrgangsstufe in den Distanzunterricht wechseln. Ausnahmen gelten für das letzte Schuljahr sowie für Förderschulen. Außerdem ist der Unterricht an Fahr- und Musikschulen in Präsenzform untersagt. Zusätzlich sind Märkte zum Warenverkauf mit Ausnahme des Verkaufs von Lebensmitteln im Rahmen regelmäßig stattfindender Wochenmärkte untersagt.

Außerhalb der erweiterten Ausgangssperre herrschen für den darüber hinaus gehenden Zeitraum auch weiterhin die seit 9. Dezember geltenden Ausgangsbeschränkungen. Das Verlassen der eigenen Wohnung ist während dieser Zeit nur aus triftigen Gründen möglich: Im Wesentlichen zählt dazu die Ausübung beruflicher Tätigkeiten, die Inanspruchnahme medizinischer und veterinärmedizinischer Versorgungsleistungen, Versorgungsgänge, der Besuch eines anderen Hausstands, solange dabei eine Gesamtzahl von insgesamt fünf Personen nicht überschritten wird (die zu diesen Hausständen gehörenden Kinder unter 14 Jahren bleiben für die Gesamtzahl außer Betracht), der Besuch bei Lebenspartnern, Alten, Kranken oder Menschen mit Einschränkungen, die Begleitung von unterstützungsbedürftigen Personen und Minderjährigen, die Begleitung Sterbender sowie Beerdigungen in engem Kreis, Sport und Bewegung an der frischen Luft (alleine, mit dem eigenen Hausstand und mit einem anderen Hausstand, solange dabei eine Gesamtzahl von insgesamt fünf Personen nicht überschritten wird), Handlungen zur Versorgung von Tieren, der Besuch von Kinderbetreuungseinrichtungen, Schule, Hochschule und sonstiger Ausbildungsstätte, Ämtergänge, die Teilnahme an Gottesdiensten und Zusammenkünften von Glaubensgemeinschaften und die Teilnahme an zulässigen Versammlungen nach dem Bayerischen Versammlungsgesetz.

Gelockerte Maßnahmen über Weihnachten

Eine Sonderregelung gibt es nach aktuellem Stand für Weihnachten. Ausschließlich für den Zeitraum vom 23. bis 26. Dezember gilt in ganz Bayern eine gelockerte Kontaktbeschränkung. Während dieser vier Tage ist der gemeinsame Aufenthalt mit den Angehörigen des eigenen Hausstands und weiteren Personen erlaubt, solange dabei eine Gesamtzahl von insgesamt höchstens zehn Personen nicht überschritten wird (die zu diesen Hausständen gehörenden Kinder unter 14 Jahren bleiben für die Gesamtzahl außer Betracht). Für die Zeit ab dem 27. Dezember und damit ausdrücklich auch für Silvester und Neujahr gelten dagegen keine Sonderregelungen.

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Angesichts der aktuellen Entwicklung wird das Landratsamt sein Serviceangebot erweitern. So wird das Bürgertelefon zusätzlich zu den bekannten Zeiten (Montag bis Freitag von 8 bis 16 Uhr) ab sofort auch samstags von 10 bis 14 Uhr erreichbar sein.

Landrat Klaus Löffler bittet um Verständnis für diese aus seiner Sicht alternativlosen Maßnahmen. "Ich persönliche finde die Einschränkungen vollkommen richtig und stehe voll dahinter. Wir haben ein ausgeprägtes Infektionsgeschehen, das es in den Griff zu bekommen gilt - nicht nur zum Schutz unserer Mitmenschen, sondern auch um unsere Gesundheitsvorsorge am Laufen halten zu können. Deshalb ist es wichtig, dass jede Bürgerin und jeder Bürger Verantwortung übernimmt und seinen Teil dazu beiträgt, die Situation in den Griff zu bekommen. Diese ist mehr als angespannt und ich kann nur an alle appellieren, sehr sensibel damit umzugehen."

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