Das 40. Konzert ist ein stolzer Rekord auf Landkreisebene, der eindeutig auf Kontinuität hinweist, so die Meinung des Kreisdirigenten Roman Steiger, von stellvertretendem Kreisvorsitzenden Bruno Schnappauf und Bürgermeister Rainer Detsch (FW). Die "Knappen" überzeugten erneut mit höchster Qualität und spannten einen zauberhaften musikalischen Bogen vom Märschen bis hin zur Ouvertüre.

Das Publikum weiß die Klasse dieser Kapelle zu schätzen. Die Schulturnhalle war daher mit Gästen aus nah und fern hervorragend gefüllt. Zudem konnten die Besucher offensichtlich gar nicht genug bekommen von der Spezialität der Bergmannskapelle, nämlich hochwertiger konzertanter Blasmusik. Erst nach zwei Zugaben ließen die Zuhörer die Musiker und ihren Dirigenten von der Bühne der festlich geschmückten Schulturnhalle. Auch heuer hatte es der Klangkörper unter der umsichtigen Leitung von Dirigent Hans Löffler verstanden, die hohen Erwartungen zu erfüllen und den zahlreichen Gästen neue musikalische Dimensionen zu erschließen.

Und keiner musste den Besuch bereuen. Gut ein Vierteljahr harter Probenarbeit steckte im Programm des Weihnachtskonzerts, das der 46-köpfige Klangkörper seinem treuen Publikum präsentierte. Man hatte dabei keine Mühen gescheut und sich auch an relativ schwierige Stücke gewagt. Einen erstmaligen Auftritt beim Weihnachtskonzert wagten Isabell Zipfel (Querflöte), Lukas Neubauer (Tenorhorn) und Matthias Lifka (Flügelhorn).

Mit Bravour bewältigten die Musiker unter der sicheren Stabführung von Hans Löffler die an sie gestellten Aufgaben, sodass das eineinhalbstündige Programm - wie immer in bewährt charmanter Art von Sandra Lauterbach-Renk vorgestellt - zu einem musikalischen Hochgenuss wurde. Insbesondere überzeugten auch die Solisten Oliver Jungkunz, Frank Fischer und Susanne Berberich mit feinen Leistungen.

Eindrucksvolle Höhepunkte

Vielversprechend begann der Abend mit dem beliebten Weihnachtsliedermedley. Es folgte die Ouvertüre zur Operette "Der Zigeunerbaron". Ein weiterer eindrucksvoller Höhepunkt bahnte sich mit der Ouvertüre "Nabucco" an. Mit einem Riesenbeifall honorierten die Musikfreunde diesen Auftritt. Mit "Einzug der Gäste auf der Wartburg" aus der beliebten und bekannten Oper "Tannhäuser" endete der erste Teil, traditionell klassisch geprägt.

Furios startete der Klangkörper nach der Pause mit "Rapsodia Sajonia". Mit einem raffinierten Taktwechsel wurde diese Komposition zu einem effektvollen Ende geführt. Der Tradition entsprechend kamen vor allem moderne Stücke zum Zug.

"Glückauf-Marsch"

Nachdem der traditionelle "Glückauf-Marsch" (Ansgar Weißerth) verklungen war, ließen die Zuhörer die Kapelle aber noch lange nicht von der Bühne. Erst mussten noch zwei Zugaben zum Besten gegeben werden. Eine besondere Anerkennung galt den Musikern, die alle 40 Weihnachtskonzerte absolviert haben. Es sind dies Gerwin Eidloth, Albrecht und Dietmar Renk, Franz-Wilhelm Wachter und Jürgen Zoller. Weiterer Dank galt den einsatzfreudigen Musikerfrauen Monika Renk, Felizitas Zoller und Gundi Eidloth, die ebenfalls bei allen 40 Konzerten während der Pausen die Gäste bedienten. Bürgermeister Rainer Detsch (FW) dankte der Kapelle für die großartige Leistung.