In großer Zahl waren die Knappen in ihrem schmucken Bergmannskleid vom Gelände der Katharinazeche zu abendlicher Stunde in das Gotteshaus marschiert. Auf Grund der bergmännischen Weihnacht im Bereich der "Alten Zeche" waren Hunderte von Besuchern von der Bergparade beeindruckt und spendeten Beifall.
Die Stockheimer Bergmannskapelle sowie die Gesangsgruppe des Volkstrachtenvereins Neukenroth unter der Leitung von Gregor Lorsbach umrahmten den Gottesdienst.
Pfarrer Hans-Michael Dinkel erinnerte im Beisein von Diakon Wolfgang Fehn an die harte, gefahrvolle Arbeit der ehemaligen Bergleute. Die heilige Barbara verkörperte Nathalie Häfner.
Man könne stolz sein, so Vorsitzender Heiko Eisenbeiß im Saal der "Alten Zeche", dass auch 45 Jahre nach Schließung der Katharinagrube das bergmännische Brauchtum von der Bevölkerung noch sehr intensiv mitgetragen werde. Einen besonderen Dank richtete Heiko Eisenbeiß an den 89 Jahre alten Ehrenvorsitzenden Hans Ebert, der nun seit 65 Jahren dem Knappenverein die Treue hält und während seiner 35-jährigen Amtszeit den bergmännischen Traditionsverein nach vorne gebracht habe. Hans Ebert gerührt: "Ich bin stolz, ein Knappe zu sein." Wie Ebert ausführte, habe er nach dem Zweiten Weltkrieg mit l7 Mitgliedern und 42 Mark in der Kasse den Verein wieder aufgebaut. Heute zähle der Knappenverein wieder 160 Anhänger.
Bürgermeister Rainer Detsch (FW) würdigte die Bemühungen von Knappenverein und Bergmannskapelle sowie des Fördervereins Bergbaugeschichte, die bergmännische Tradition am Leben zu erhalten. Der Bergbau sei untrennbar mit der örtlichen Geschichte verbunden. Detsch ging auf den Ausbau des bergmännischen Magazins ein: "Wir lassen in Stockheim unsere eigene Geschichte nicht in Vergessenheit geraten, wir geben unserer Geschichte den entsprechenden Raum und machen sie erlebbar für unsere Kinder und Enkel."
Mit einem bergmännischen Prolog, vorgetragen von Jonas Schülner und Christian Detsch, wurde der Kameradschaftsabend im Saal der "Alten Zeche" aufgelockert. Einen weiteren Gedichtbeitrag leistete Zweiter Vorsitzender Jürgen Möhrle. Für eine gelungene Unterhaltung sorgten außerdem die Bergmannskapelle sowie die Gesangsgruppe des Volkstrachtenvereins Neukenroth.