Als Bernhard Schnabrich und seine Bandkollegen am 3. Februar 1989 zum ersten Mal beim Kriegertanz spielten, hätten sie nicht erwartet, dass sie dort zehn, 20 oder sogar 25-mal auftreten würden. "Es ist unfassbar, welchen Erfolg wir beim Kriegertanz in Steinwiesen hatten und noch haben", sagt er. Doch was ist das Geheimnis dieser jahrelangen Zusammenarbeit zwischen den "Ghostriders" und den "Kriegern"?

"Als uns der damalige Zweite Vorsitzende, Peter Wahlich, die Gruppe ,Ghostriders‘ empfahl, kannten wir sie überhaupt nicht. Aber wir waren so positiv überrascht, dass wir sofort einen Vertrag für das folgende Jahr machten", erklärt Günter Deuerling, der Kassier der Soldaten- und Reservistenkameradschaft, wie der Verein richtig heißt. Und dabei ist es geblieben - nach dem Tanz ist vor dem Tanz. Weil die Band um Schlagzeuger Bernhard Schnabrich auf die Besucher eingeht, sich an ihnen orientiert, ist sie zum Dauerbrenner geworden.



Geheimnis des Erfolgs

"Ich kann nicht um 20 Uhr Hardrock spielen, wenn viele Paare drin sind, die tanzen wollen. Und um Mitternacht, wenn alles voller junger Leute ist, muss ich eben für die spielen", sagt Schnabrich. Ist das wirklich das Geheimnis des Erfolgs beim Kriegertanz? So richtig weiß es niemand.

Aber allein die Tatsache, dass die "Ghostriders" am 9. Februar mit ihrem 25. Auftritt beim Kriegertanz ein stolzes Jubiläum feiern, ist in dieser schnelllebigen Zeit sicher eine kleine Sensation.

Für den Ansprechpartner der Band gibt es noch eine Erklärung, warum sie nach wie vor gerne beim Kriegertanz spielt. "Es liegt sicher auch an der wirklich sehr ausgelassenen Stimmung. Da wird getanzt, gelacht, geschunkelt und gerockt wie kaum wo anders, und das bis 3 Uhr früh", lacht der sympathische Schlagzeuger.


Im Wandel der Zeit

Doch im Lauf der Jahre hat sich natürlich auch beim Kriegertanz einiges verändert. War es 1989 noch ein Tanz für "ältere Semester", so wandelte sich dies von Jahr zu Jahr. Damals war der Tennisfasching der Höhepunkt, auch das hat sich im Lauf der Jahre geändert. Heute spricht man im Landkreis und darüber hinaus, was den Steinwiesener Fasching betrifft, neben den sehr beliebten Büttenabenden und dem Faschingsumzug nur noch vom Kriegerfasching.

Die Verantwortlichen lassen sich jedes Jahr neue Mottobars einfallen. Fantasievoll gestaltet, das Personal passend kostümiert, wartet alle Jahre wieder eine Überraschung. Die gute Organisation, Verpflegung und natürlich die Musik der "Ghostriders" tragen zum Erfolg bei.


Die aktuelle Besetzung


Die "Ghostriders" sind reine Hobby-Musiker. Die aktuelle Besetzung der Band: Bernhard Schnabrich (Schlagzeug), Wolfgang Schnabrich (Keyboard, Gitarre, Gesang), Rudolf Letsch (Gitarre, Gesang), Reiner Scholz (Bassgitarre, Gesang) und Yvonne Welscher (Gesang).