Da hatten die Feuerwehrkameraden der Untersambacher Wehr ganz schön zu schwitzen: Eine Übung, die es in sich hatte.

Das Szenario wird in einer Mitteilung an die Presse folgendermaßen beschrieben: Früher Abend, die Sirene unterbricht die Abendruhe in dem Wiesentheider Ortsteil. Aus einem landwirtschaftlichen Anwesen dringt dichter Rauch, unmittelbar vor dem Anwesen hat sich aus Unachtsamkeit und Ablenkung durch die Rauchentwicklung ein schwerer Folgeunfall ereignet. Mehrere Personen sind in dem der Scheune und Werkstatt des Bauernhofes eingeschlossen, im verunglückten Auto sind zwei Personen eingeklemmt.

Unverzüglich wurde die Wiesentheider Stützpunktwehr nachalarmiert. Vor Ort arbeiten die beiden Wehren Hand in Hand. Unter schwerem Atemschutz werden die Personen aus dem landwirtschaftlichen Anwesen befreit, dabei müssen zwei von ihnen liegend aus dem hochgelegenen Heuboden abgeseilt werden. Im Außenbereich wird mit dem Wasserwerfer der Teleskoprettungsbühne eine Riegelstellung zum dicht angebauten Wohnhaus aufgebaut.

Scheiben herausgesägt

Ein weiterer Übungsschwerpunkt ist der schwere Verkehrsunfall. Das Auto liegt, nachdem es zum Zusammenstoß mit einem aus dem Grundstück ausfahrenden, schweren Baufahrzeug gekommen war, auf der Fahrzeugseite. Zunächst werden die Scheiben herausgesägt, um einen Zugang zu schaffen und das Fahrzeug stabilisiert. Im Anschluss wird mit der Rettungsschere der nötige Platz geschaffen, um die Patienten sicher aus dem Fahrzeug herausheben zu können.

In der Abschlussbesprechung bedankte sich Wiesentheids Feuerwehrreferent und Marktgemeinderat Erwin Jäger für den gezeigten Einsatz und den reibungslosen Ablauf. Besonders erfreulich war laut Pressemitteilung der Feuerwehr das große Interesse der Untersambacher Bevölkerung, die zahlreich und aufmerksam den Übungsablauf verfolgte.