Die Kitzinger Siedler haben eine neue Regentin. Tatjana Jensen übernahm die Krone samt Zepter der Siedlerkönigin von der scheidenden Majestät Saskia Burger. „Als Blumenmädchen hätte ich mir nie denken können, einmal als Königin hier oben zu stehen“, freute sich die 20-Jährige nach ihrer Krönung bei der Siedlerkerm.

Die junge Dame studiert in Würzburg Lehramt für Grundschule und engagiert sich auch ehrenamtlich in der Mittagsbetreuung an der Siedlungsschule. Sie spielt Geige im Orchester der Kitzinger Musikschule und spielt bei der Kitzinger Häckerbühne die Elisabeth.

„Wir haben hübsche Königinnen hier in der Siedlung“, war sich Oberbürgermeister Siegfried Müller sicher. Er würdigte den Einsatz von Saskia Burger und auch die der Mitglieder der Burschenschaft Siedler-Knörz. Denn über die organisatorische Arbeit für die Kirchweih hinaus, würden die Knörz auch soziales Engagement zeigen und zum Zusammenhalt im größten Stadtteil beitragen. „Unsere Kerm ist ein hohes Kulturgut“, betonte der OB und hoffte auf viele weitere Jahrzehnte Kirchweih in der Siedlung. Saskia Burger verabschiedete sich unter Tränen der Rührung nach einem „aufregenden Jahr mit spannenden Dingen“ von ihrem Hofstaat.

Hofrats-Stellvertreter Alexander Nuss war mit dem Hofstaats-Gefolge gekommen, um die Übergabe der Krone zu flankieren und den Umzug zu bereichern.

„Wir haben hübsche Königinnen hier in der Siedlung.“
OB Siegfried Müller bei der Siedlerkerm

Strahlte der OB bei der Krönung, staunten die Schaulustigen vor dem Umzug nicht schlecht. Denn bei der Ausgrabungs-Zeremonie musste Kommentator Andreas Schütz vermelden, dass das Kirchweihfass geklaut worden war. Weil der Tatort gegenüber von OB Müllers Wohnhaus lag, geriet der „Ober“ bei den Kirchweih-Polizisten Dominic Niedermeyer und Enrico Metz in Tatverdacht. Doch dann stellte sich Müllers Unschuld heraus, als die Ordnungshüter den Sickershäuser Kevin Schlossnagel als Fassdieb dingfest machten und der Umzug endlich beginnen konnte.

Der Umzug barg einige Attraktionen in sich, wie zweibeinige Vögel vom Kleintierzuchtverein. Dessen Vorsitzender Uwe Hartmann rollte mit seinem Chef-Gockel-Mobil durch die Straßen. Derweil chauffierte Ralf Machwart im Umzug die Vorsitzende der Siedlervereinigung, Andrea Schmidt, in einer selbst gebauten Rikscha. Farbenprächtige Mädchen mit ihren Blumenbögen, knallgelbe Minions, feiernde Siedlerinnen-Sonnenblumen, skandierende und Radler-Maßkrüge schwenkende Kirchweihburschen – der Umzug präsentierte sich heuer sehr lebendig.

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