Diesen Galeria-Filialen droht das Aus - auch fränkische Standorte betroffen

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Unklare Zukunft für diverse Galeria-Filialen
Das Logo einer Galeria-Filiale. 33 Standorte der angeschlagenen Kaufhauskette stehen in Deutschland auf dem Prüfstand. Darunter sind auch drei aus Franken.
Galeria Kaufhof Karstadt
Ralf Welz / inFranken.de (Symbolbild)

Die Warenhauskette Galeria will ihr Filialnetz verkleinern. In diesen Städten müssen Standorte um ihre Zukunft zittern – und Beschäftigte um ihren Job.

33 Niederlassungen der Kaufhauskette Galeria werden hinsichtlich ihrer Rentabilität geprüft und könnten vor dem Aus stehen. Das Unternehmen hat nun die betroffenen Standorte bekannt gegeben. Galeria plant, mit den Vermietern über Mietkonditionen und Flächenanpassungen zu verhandeln. Sollten keine tragfähigen Lösungen gefunden werden, ist die Weiterführung der jeweiligen Filiale gefährdet. Bei einigen Häusern laufen die Gespräche bereits, bei anderen sollen sie jetzt beginnen. Diese Standorte sind Teil der Liste:

  • Bayern: Aschaffenburg, Bayreuth, Memmingen, München (Rotkreuzplatz), Würzburg
  • Baden-Württemberg: Freiburg (Europaplatz), Heilbronn, Mannheim, Offenburg, Singen
  • Berlin: Alexanderplatz, Hermannplatz, Kurfürstendamm, Spandau
  • Brandenburg: Potsdam
  • Hamburg: Eimsbüttel
  • Hessen: Bad Homburg, Limburg an der Lahn
  • Mecklenburg-Vorpommern: Wismar
  • Niedersachsen: Braunschweig, Oldenburg
  • Nordrhein-Westfalen: Euskirchen, Kleve, Köln (Breite Straße, Hohe Straße, Nippes), Mülheim (Rhein-Ruhr Zentrum), Münster (Salzstraße)
  • Rheinland-Pfalz: Bad Kreuznach, Koblenz, Mainz, Speyer
  • Sachsen-Anhalt: Magdeburg

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Die Auswahlkriterien waren laut Galeria unter anderem die Mietbelastung und die Ertragskraft. "Wir werden jeden Standort einzeln und ergebnisoffen betrachten", sagte Geschäftsführer Tilo Hellenbock. Wann Entscheidungen getroffen werden, ließ eine Sprecherin von Galeria offen.

Alle Kaufhäuser müssten nachhaltig profitabel wirtschaften, teilte das Unternehmen mit. Da alle Filialen in dieser Hinsicht Optimierungspotenzial hätten, sollen auch an den übrigen 50 Standorten Gespräche mit Vermietern geführt werden. Parallel prüft Galeria auch den Umzug in geeignetere Immobilien und Neueröffnungen.

Die angeschlagene Kaufhauskette erhielt kürzlich eine neue Kreditfinanzierung von bis zu 160 Millionen Euro. Die Kreditlinie wird von der US-Investmentgesellschaft Gordon Brothers bereitgestellt und ist an einen Sanierungsplan geknüpft, der weitere Schließungen vorsieht. Bereits im Juni wurde bekannt, dass rund 30 der 83 Filialen als gefährdet gelten.

Mieten nicht oder nur teilweise gezahlt

Das neue Geld dient unter anderem dazu, einen Kredit des Minderheitsgesellschafters Bain Capital abzulösen und offene Mietzahlungen zu begleichen. Mehrere Vermieter beklagten in den vergangenen Monaten, dass Mieten nicht oder nur teilweise gezahlt wurden. Galeria verwies auf Liquiditätsschwankungen und räumte ein, die Vermieter um eine Stundung gebeten zu haben.

Der Konzern, der rund 12.000 Menschen beschäftigt, hatte Anfang 2024 zum dritten Mal innerhalb von vier Jahren Insolvenz angemeldet und im April des Jahres 16 Filialen in Franken dicht gemacht. Grund dafür war unter anderem die finanzielle Schieflage des Mutterkonzerns Signa. Im Sommer 2024 wurden neun Standorte geschlossen. Seitdem gehört Galeria der US-Investmentgesellschaft NRDC und einer Beteiligungsfirma des Unternehmers Bernd Beetz.

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