Seit 2. Januar bereiten sich die Kicker des TSV Abtswind auf die Restrunde vor. Und das unter Dauerüberwachung durch Mario Schindler.
Kaum hatte das neue Jahr begonnen, startete die Abtswinder Vorbereitung auf die zwölf in der Rückrunde noch ausstehenden Spiele. Ab 2. Januar arbeiteten die Spieler mit individuellen Läufen an ihren Grundlagen, ausgestattet mit Fitnessbändern. So hatte Abtswinds Trainer Mario Schindler stets den Überblick, ob und wie sie ihre Hausaufgaben erledigten. „Das haben die Jungs sehr gut gemacht und die meisten Läufe absolviert“, fand er.
Am 18. Januar ging die Wintervorbereitung mit den Übungen auf dem Platz in die nächste Phase über. In den durchschnittlich vier Einheiten pro Woche geht es Schindler nicht nur um Ausdauer, Kraft und Schnelligkeit, sondern vor allem auch um die Organisation und Absprache auf dem Platz. „Jeder muss seine Aufgabe erfüllen. Mitunter agierten wir unsortiert, wodurch sich große Lücken ergaben. Dadurch hatten es die Gegner leicht, vor unser Tor zu gelangen“, zeichnet Schindler auf, in welchem Belang seine Mannschaft sich verbessern müsse. Spielerisch sieht Abtswinds Trainer den Aufsteiger dagegen auf Augenhöhe mit der Konkurrenz. „Es war schließlich keinesfalls so, dass wir am Ball mit den Gegnern nicht mithalten konnten“, stellte er fest.
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Was seiner Mannschaft zum Bestehen in der höheren Liga fehlte, waren die Abstimmung untereinander und Automatismen, die in bestimmten Situationen greifen. Auf schmalem Grat von Mahnen bis Motivieren wandelt der Trainer in der Vorbereitung auf die Restrunde. Dass die Moral seiner Mannschaft stimme, stellte Schindler bereits vor der Winterpause fest. „Wir haben versucht, uns gegen Niederlagen zu stemmen. Eine solche Einstellung muss jeder Spieler selbst einbringen, das kann nicht von außen kommen“, weiß der 41-Jährige und erwartet, „dass jeder dem Fußball noch die paar Prozent mehr Priorität widmet, die es braucht, um de Klassenerhalt zu erreichen.“ Die Einstellung sei ein entscheidender Faktor.
In der Halle absolvierte Abtswind nur zwei Gastspiele in Wiesentheid und gewann beide. Darüber hinaus blendete Schindler das Winterintermezzo bewusst aus. „Es gibt so gut wie keine Pause mehr im Sommer. Deshalb will ich den Spielern wenigstens im Winter genügend Zeit zugestehen, um zu regenerieren, abzuschalten und andere Interessen zu verfolgen.“ Dagegen stellen Testspiele einen wesentlichen Bestandteil der Vorbereitung dar. Acht Partien vereinbarten die Abtswinder, alle finden zu Hause statt, wo sich mit dem vereinseigenen Kunstrasenplatz nun beste Möglichkeiten bieten. „Ich habe in meiner Vergangenheit stets gute Erfahrungen gemacht, viele Testspiele zu absolvieren. Wettkampfpraxis ist unabdingbar“, erklärt Schindler.
Dadurch sollen seine Spieler auch „wieder ein gesundes Selbstvertrauen in unser Spiel“ erwerben. Das war ihnen im Verlauf der Vorrunde abhandengekommen, als sie nach einem verheißungsvollen Start in zehn von elf Spielen ohne Sieg geblieben waren. Höhepunkt der anstehenden Testspiele ist das Duell mit dem ambitionierten Regionalligisten Schweinfurt 05. Des Weiteren messen sich die Abtswinder mit fünf Landesligisten. Ihr erster Test gegen die Bayernliga-U19 der Würzburger Kickers habe gezeigt, dass der Gegner länger im Training sei. „Gegen die jungen und quirligen Spieler fehlte uns noch die Beweglichkeit. Jedoch waren unseren Absprachen auf dem Platz schon besser als zuvor“, fasst Schindler seine ersten Eindrücke zusammen.
Bis auf den verletzten Roman Hartleb, der sich Ende Januar einer zweiten Operation unterziehen muss, stehen Schindler derzeit alle Spieler zur Verfügung. Veränderungen im Kader gab es keine: „Uns wurde zwar zugetragen, dass sich der eine oder andere Spieler für Abtswind interessiere, doch wir hätten nur jemanden geholt, der uns sofort weitergeholfen hätte. Aber ein solcher Wechsel ist im Winter schwierig zu realisieren.“ Zudem verweist Abtswinds Trainer auf „den großen und qualitativ guten Kader“, der ihm zur Verfügung stehe, um bis 18. Mai den Bayernligaverbleib zu erreichen. Am 2. März setzen die Abtswinder ihre Runde zu Hause gegen den Würzburger FV fort. Sieben Heimspiele stehen bis Rundenende fünf Auswärtspartien gegenüber.
Testspiele
TSV Abtswind – Würzburger Kickers U 19 1:4 (0:2). Abtswind: Wilms (46. Warschecha) – Graf (46. Dußler), Brunsch (46. Lenhart), Jonas Wirth (46. Ruft), Hämmerlein, Wolf (46. Zunder), Lukas Wirth (46. Hummel), Jeni (46. Lehmann), Riedel, Herrmann, Hilgert.
Tore: 0:1 Fabio Bozesan (7.), 0:2 Fabio Bozesan (15.), 0:3 Marco Kunzmann (56.), 1:3 Philipp Hummel (60.), 1:4 Emir Bas (64.).
Samstag, 26. Januar, 14 Uhr
TSV Abtswind – FC Fuchsstadt
Samstag, 2. Februar, 14 Uhr
TSV Abtswind – FC Schweinfurt 05
Donnerstag, 7. Februar, 19 Uhr
TSV Abtswind – SV-DJK Oberschwarzach
Samstag, 9. Februar, 14 Uhr
TSV Abtswind – TSV Kleinrinderfeld
Sonntag, 10. Februar, 14 Uhr
TSV Abtswind – TSV Karlburg
Samstag, 16. Februar, 14 Uhr
TSV Abtswind – Schwebenried-Schwem.
Samstag, 23. Februar, 14 Uhr
TSV Abtswind – TSV Lengfeld