Brewdog kennen Bier-Fans vor allem durch seine Craft-Biere. Nun ist das Unternehmen verkauft worden - doch für das Deutschland-Geschäft sind das keine guten Nachrichten.
Update vom 16.03.2026: Kultbrauerei an US-Konzern verkauft - Zukunft von Deutschland-Geschäft ungewiss
Das Drama um die schottische Kult-Brauerei Brewdog geht weiter. Zwar scheint das Fortbestehen des Mutter-Unternehmen durch den Verkauf an den US-Cannabis-Konzern Tilray sicher - aller schmerzhaften Einschnitte zum Trotz. Auf die Deutschland-Tochter wird das aber nur bedingt Auswirkungen haben.
Denn laut der Getränke-Zeitung ist diese nicht Teil des Deals. Damit sollen die Standorte in Berlin und weiteren Städten von der Brauerei bis hin zur Gastronomie weiterhin liquidiert werden.
Eine gute Nachricht für den Unternehmenszweig in der Bundesrepublik gibt es dennoch. Laut dem Branchenblatt konnten die Brewdog-^Standorte ihren Betrieb vorerst wieder aufnehmen. "Unter dem Schutz des Insolvenzverfahrens erhalten die BrewDog-Mitarbeiter ihre Gehälter und auch der Wareneinkauf startet wieder", so Country Manager und Sanierungsexperte Dominik Tosch gegenüber der Getränke-Zeitung.
Es gebe bereits Gespräche mit Investoren aus dem In- und Ausland, die kurzfristig Interesse am Berlin-Geschäft von Brewdog hätten, so Tosch weiter. Und die Kunden konnte er ebenfalls vorläufig beruhigen: "Unsere Biere haben wir in der vergangenen Woche sowieso weiter produziert, um die anhaltende Nachfrage aus dem Einzelhandel zu bedienen. Es ist also noch genug Bier für alle da".
Ursprungsmeldung: Kultbrauerei wurde an einen US-Konzern verkauft - und das verheißt nichts Gutes
Schlechte Nachrichten für Craft-Beer-Fans: Die schottische Kult-Brauerei Brewdog verabschiedet sich aus Deutschland. Wie zunächst die Berliner Morgenpost (MoPo) berichtete, will die Deutschland-Tochter des Unternehmens beim Amtsgericht Berlin Anfang dieser Woche einen Insolvenzantrag stellen.
Laut der Zeitung sind sowohl die Berliner Brauerei als auch die Gastronomie von der Insolvenz betroffen. Brewdog betreibt mehrere Objekte in Wiesbaden, Berlin und Hamburg. Der Standort in Wiesbaden war bereits Anfang des Jahres geschlossen worden, kürzlich gingen die Lichter im Lokal in Berlin-Friedrichshain aus. Zwei weitere Filialen in Berlin sowie in Hamburg sollen sofort schließen. Die Mitarbeiter sollen laut der MoPo per E-Mail von Brewdog-CEO James Watt über die weiteren Schritte informiert worden sein.
Craft-Beer-Riese Brewdog in Schieflage - Mitarbeiter bangen um Jobs
Die britische Zeitung Guardian berichtet bereits seit Mitte Februar über Turbulenzen rund um Brewdog. Demnach ist das Unternehmen tief in den Miesen und hatte das Consulting-Unternehmen AlixPartners beauftragt, Wege aus der Krise zu finden. Am Dienstag berichtete das britische Blatt schließlich, dass die Brauerei für 33 Millionen Pfund an die US-amerikanische Getränke- und Cannabis-Firma Tilray verkauft wurde. Für viele Mitarbeiter bedeutet das laut dem Guardian düstere Aussichten. Zwar hätten über 700 Jobs, mehrere Bars in Großbritannien sowie Produktion und Marken gerettet werden können. Doch für knapp 500 Menschen bedeutet der Verkauf einen Abschied vom Unternehmen.