"Irgendwann hab ich wieder Haare": Eliana (4) aus Franken übersteht 23 Chemotherapien

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Nürnberg: Tapfere Eliana (4) übersteht 23 Chemos - so geht es ihr jetzt
Elianas derzeitiges Leben findet viel in der Cnopfschen Kinderklinik Nürnberg statt, doch sie verliert ihre Zuversicht nicht.
Nürnberg: Tapfere Eliana (4) übersteht 23 Chemos - so geht es ihr jetzt
Privat; Collage: inFranken.de

Eliana aus Nürnberg musste ihren Kindergartenalltag für einen Überlebenskampf unterbrechen. Seitdem hat sie unzählige Behandlungen hinter sich - und sie muss weiter stark sein.

Im April berichtete inFranken.de das erste Mal über die vierjährige Eliana aus Nürnberg. Am 2. März 2026 erhielt das Mädchen die Diagnose Leukämie. Seitdem herrscht Ausnahmezustand bei der fünfköpfigen Familie. Hinter dem Mädchen liegen 23 Chemotherapien, fünf Lumbalpunktionen und zwei Knochenmarkspunktionen, wie ihre Mutter Jaqueline Bergmann inFranken.de jetzt berichtet.

Nach dem Ende des zweiten Chemoblockes bekomme Eliana aktuell eine Immuntherapie, die "die Rückfallquote um 15 Prozent senken soll, wenn die komplette Therapie abgeschlossen ist", so Bergmann. "Dafür hat sie eine kleine Pumpe samt Rucksack bekommen. Das Medikament läuft 24/7. Dazu müssen wir alle vier Tage in die Klinik, um es erneuern zu lassen." Vor allem ein Satz ihrer tapferen Tochter rührte die Mutter in den vergangenen Wochen sehr.

Eliana aus Nürnberg kämpft sich durch - Mutter berichtet von erfreulichen Fortschritten

Die Familie startete im Frühjahr einen Hilferuf und sammelt über die Plattform gofundme.com wegen Lohneinbußen Spenden. Hier finden sich regelmäßige Updates zu Eliana. "Die Chemotherapie hat ihre Spuren hinterlassen. Ihre Haare sind ausgefallen", hieß es am 26. März. "Zuerst war sie extrem traurig, doch dann hat sie gesagt: 'Macht nix, irgendwann hab ich wieder Haare.' So ein kleines Mädchen trifft so eine Aussage!", schrieb ihre Mutter bewegt. Und Eliana braucht weiterhin mentale Stärke, denn aus ursprünglich neun Monaten sind nun zehn Monate Therapie notwendig, wie inFranken.de erfährt.

Glücklicherweise vertrage sie bisher "alles sehr gut", erklärt ihre Mutter. Im März hatte sie noch mit "extremen Beinschmerzen" gekämpft und konnte nicht alleine laufen. Das funktioniere jetzt aber wieder und werde immer besser. Über 23.000 Euro Spenden hat die Familie bereits erhalten. Davon habe Eliana neue Möbel, viele neue Spielsachen, Geh-Hilfsmittel, wie einen neuen Puppenwagen, und ein großes Spielzelt zum Kuscheln und Zurückziehen bekommen.

"Zudem machen wir, wenn die Blutwerte es zulassen, Ausflüge mit den Kindern", informiert Jaqueline Bergmann. Ihre Ausbildung zur Busfahrerin bei der VAG könne sie vorerst nicht weiterführen. "Solange die Kleine die Therapie macht, ist das undenkbar. Wenn alles beendet ist, kann ich aber voraussichtlich wieder zurück und weiter machen." Auch die 24-jährige Julia aus Zapfendorf litt unter Leukämie. Letztlich konnte ihre Mutter ihr das Leben retten.