"Der Sieg für die Gäste ging nach dieser Leistung vollkommen in Ordnung", zeigte sich Rödelsees Trainer Dusan Suchy als fairer Verlierer. "In der ersten Halbzeit haben wir zu viele Abspielfehler gemacht, die Spieler haben sich nicht an die Anweisungen gehalten. Deswegen wurde ich in der Pause schon auch laut."

Dabei verlief der erste Durchgang für den TSV noch erfolgsversprechend. Beim Stande von 11:7 führte der Spitzenreiter erstmals mit vier Toren, verpasste aber in der Folge durch Unkonzentriertheiten das Spiel vorzeitig zu seinen Gunsten zu entscheiden. "Wir müssen zur Halbzeit locker mit fünf Toren führen, aber wir haben es leichtfertig verspielt", ärgerte sich Suchy nach dem Spiel um die vergebenen Chancen.

Auch wenn es spielerisch bei den Gästen in den ersten dreißig Minuten noch nicht richtig rund lief, war aber schon hier zu merken, dass sie entschlossener als die Heimmannschaft auftraten.
"Ich denke wir waren heute willensstärker und haben es insgesamt mehr gewollt als Rödelsee", wusste auch TuS Coach Martin Wild um die ausschlaggebenden Unterschiede beider Teams. Während Wild sein Team die komplette Spielzeit über zu schnellen Gegenstößen antrieb und seine Akteure dabei teilweise lautstark aufforderte, war das schnelle Spiel des TSV dieses Mal kaum vorhanden.

Gehemmter Tabellenführer

Mit den Tempogegenstößen taten die Gäste der Suchy-Sieben ein ums andere Mal ordentlich weh, dennoch stand am Ende des ersten Abschnitts ein 15:13-Vorsprung des Ligaprimus. Doch während sich Fürstenfeldbruck für die zweiten dreißig Minuten offensichtlich richtig pushte und sich viel vornahm, wirkte Rödelsee nun total gehemmt. Gegen immer besser werdende Gäste mit einem überragenden Torhüter Robert Vuskovic, der nach sechsjähriger Pause erstmals wieder aushalf, fanden Kästner und Co. einfach kein Durchkommen mehr.

"Wir hatten riesige Probleme mit der 6:0-Abwehr, dazu kam dann noch ein super Torhüter. Wir nahmen keine guten Würfe mehr und ermöglichten ihnen somit leichte Tore", wusste Suchy um das Problem seiner Mannschaft. "Wie schon gegen Erlangen quälten wir uns im Positionsangriff und unsere Fehler wurden eiskalt bestraft." Am Ende zog Fürstenfeldbruck dann davon und fügte dem Tabellenführer erstmals in dieser Saison eine Heimniederlage zu. "Die Saison ist noch sehr lang und ich habe schon immer betont, dass keine Mannschaft 26 Spiele vorneweg marschieren wird. Auch wir nicht. Wir sind aktuell im Formtief, aus dem wir uns wieder selber herausziehen müssen. Ich werde nun vor allem als Psychologe gefragt sein", blickte Suchy schon auf die anstehende Trainingswoche voraus.

Lohr gibt einen Punkt ab

Glück im Unglück hatte Rödelsee dann doch noch, denn Konkurrent Lohr kam in seinem Heimspiel gegen Roding auch nur zu einem Unentschieden, so dass der TSV weiter mit zwei Punkten Vorsprung an der Spitze steht. Eine Leistungssteigerung in den kommenden Wochen muss dennoch dringend wieder erfolgen, um die Erfolgsstory, mit aktuell ein paar Kratzern, weiterzuschreiben.