Achtelfinale als höchstes der Gefühle

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Christian Steinmetz war mit dem Abschneiden seiner Büttharder beim Bayernfinale im Erdinger-Meistercup-Finale zufrieden.
Foto: Hans Will

Drei Meister aus unserem Verbreitungsgebiet hatten sich für das Bayernfinale im Erdinger Cup qualifiziert. Zwei überstanden die Vorrunde, einer nicht.

Der 1. FC Passau ist der „Meister der Meister“ und darf sich nun auf ein einwöchiges Trainingslager in Südeuropa freuen. Die Kicker aus der Dreiflüssestadt besiegten im Bayernfinale des Erdinger Meistercups den Schweinfurter Kreisligameister FT Schweinfurt nach Neunmeterschießen. Deutlich weniger erfolgreich waren hingegen die Vertreter unseres Verbreitungsgebietes. Für den TSV Abtswind, den FC Geesdorf und den SV Bütthard war spätestens im Achtelfinale Schluss.

Wirklich in den Vorbereitungsplan hatte es keinem verantwortlichen Trainer gepasst. Während der FC Geesdorf dem Auftakt in das Abenteuer Landesliga entgegenfiebert und Bayernliga-Aufsteiger TSV Abtswind am Wochenende ebenfalls in neue sportliche Gefilde vorstößt, hatte auch Christian Steinmetz, Übungsleiter von Neu-Kreisligist SV Bütthard, leichte Bauchschmerzen vor der Reise ins mittelfränkische Roth. „Das Turnier stand sicherlich nicht im Vordergrund, weil wir schon einiges in den Knochen hatten“, so der 28-Jährige, der mit dem Auftreten seiner Jungs aber dennoch sehr zufrieden war.

Immerhin schafften es die Blau-Weißen sogar als Gruppenzweiter bis ins Achtelfinale. Nach der Auftaktniederlage gegen den oberfränkischen Kreisklassisten SV Hallstadt gelangen gegen den FC Kempten (Bezirksliga Schwaben) und Kickers Selb (Kreisliga Oberfranken) die nötigen Punkte zum Weiterkommen. Ausgerechnet gegen den aus Steinmetz‘ Sicht schwächsten Kontrahenten aus Berching (Kreisliga Mittelfranken) war dann eine Runde später Schluss. „Das Ausscheiden war unnötig, weil wir vor dem entscheidenden 0:1 einen Strafstoß vergeben“, ärgerte sich der Übungsleiter zwar kurz, fand das Turnier aber ebenso wie seine Jungs „eine richtig geile Sache“. Schließlich hätten seine Kicker auch persönlich etwas mitgenommen.

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Ähnlich wie die Büttharder musste auch Landesliga-Meister TSV Abtswind in der ersten K.o.-Runde die Segel streichen. Zwei souveräne Siege gegen den FC Viktoria Buxheim (Kreisliga Schwaben) und die SG Oberes Pegnitztal (Kreisklasse Mittelfranken) reichten für Vorrunden-Rang zwei und den Einzug ins Achtelfinale. Lediglich gegen den späteren Sieger FC Passau unterlag die Schindler-Truppe, die vornehmlich mit Spielern antrat, die am Vortrag im Pokalspiel gegen den Würzburger FV nicht zum Einsatz gekommen waren. Überraschend deutlich wurde es dann allerdings gegen die ebenfalls nicht in Bestbesetzung spielende Viktoria Aschaffenburg. Mit 5:0 siegte der Neu-Regionalligist, der später im Halbfinale an der FT Schweinfurt scheiterte.

Zuvor hatte bereits der FC Geesdorf die Klingen mit den Kickern vom Untermain gekreuzt und ebenfalls den Kürzeren gezogen. Mit 1:2 verlor die Rmeithi-Fünf, der im Gegensatz zum SV Bütthard vier Punkte aus den anderen beiden Spielen nicht zum Weiterkommen reichten. Dabei wurde das erste Spiel gegen Großschwarzenlohe (Bezirksliga Mittelfranken) aufgrund einer Verletzung beim Gegner zunächst abgebrochen und später nachgeholt. „Wir mussten sehr lange warten, so dass uns etwas der Rhythmus gefehlt hat“, resümierte Geesdorfs Übungsleiter, dessen Schützlinge sich dann mit einem Sieg und einer Niederlage im Neunmeterschießen in der Trostrunde gebührend aus dem Turnier verabschiedeten. „Es war ein sehr gut organisiertes Turnier, das richtig Spaß gemacht hat“, freute sich Rmeithi über eine gelungene Abwechslung, bei der phasenweise sehr sehenswerter Fußball geboten wurde.