Bernhard Wolf trat 1972 ein, ein Jahr später sein Bruder Hans. "Unter Theo Lobenstein wurden die beiden streng, aber gut zu Feuerwehrmännern ausgebildet", sagte der 2. Vereinsvorsitzende Werner Freudinger in seiner Laudatio in der Jahreshauptversammlung am Samstag. Unvergessen blieben den Kameraden auch die Zeltlager in Fahr am Main, als man mit den Brüdern Wolf so manche Nacht am Lagerfeuer verbrachte. Beide ließen sich zu Atemschutzträgern ausbilden, Hans war sogar lange Zeit für den Atemschutz verantwortlich und als Gruppenführer für Atemschutz eingesetzt. Bernhard ist heute noch Gruppenführer. Für ihre Leistungen ernannte die FFW Obernbreit die beiden zu Löschmeistern. Konrad Brückner warf ein: "Schon der Vater war bei uns aktiver Feuerwehrmann. Auf die Wolfs konnte man sich einfach immer verlassen."
Auch beim Gerätehausneubau vor 30 Jahren waren die Brüder aktiv mit dabei.
Bernhard zeichnete jahrelang für die Jugendarbeit verantwortlich, zudem arbeitete er im Verwaltungsrat. Hans nahm sich besonders der Renovierung des Löschwassertanks im alten TLF Fahrzeug an. "Hervorzuheben ist auch euer Einsatz bei Übungen, Schulungen und Unterrichten. Wenn es euer Beruf zulässt, seid ihr immer da", resümierte Freudinger. "Als Kommandant kann man sich glücklich schätzen, Kameraden wie euch zu haben", schloss er.

Paul Streng: "Sie sind ein Glücksfall für unsere Gesellschaft"

Die Ehrenurkunden des Freistaates Bayern überreichte der stellvertretende Landrat Paul Streng mit den Worten: "Sie sind ein Glücksfall für unsere Gesellschaft." Die Feuerwehrehrenzeichen in Gold überreicht der Kreisbrandmeister (KBM) Bernd Rüdiger. Bürgermeister Bernhard Brückner überbrachte den Dank und ein Geschenk der Marktgemeinde Obernbreit.
Werner Freudinger berichtete in Vertretung für den erkrankten Michael Tremmel vom Feuerwehrverein: "Unser Feuerwehrverein ist gelebte Tradition, die den Kameraden nach ihrer aktiven Laufbahn eine Heimat gibt." Höhepunkte 2012 waren die Besichtigung des Müllheizkraftwerkes in Würzburg und natürlich die Teilnahme am Obernbreiter Weinfest, das zusammen mit dem Weinbauverein ausgerichtet wird. Das Helferfest wird allerdings mangels Beteiligung nicht mehr stattfinden. "Das Weinfest 2013 wird wieder am ersten Juliwochenende stattfinden, allerdings wird die FFW nur noch ein Drittel der Helfer stellen und folglich auch nur noch mit einem Drittel am Gewinn beteiligt sein." Der Gewinn 2012 fiel nicht sehr hoch aus, weil das Wetter einen Strich durch die Rechnung machte. Johannes Hamberger vom Weinbauverein berichtete, dass einige Ersatzinvestitionen für vom Sturm zerstörtes Gerät gemacht werden mussten. Helfer fürs Fest werden noch dringend gesucht.

Die Wehr rückt zu fünf Bränden aus

"Die Wehr gehören 50 Personen an, darunter drei Frauen, 38 Männer und neun Jugendliche", berichtete Kommandant Georg Krauß. 19 Übungen und Ausbildungseinheiten wurden durchgeführt, es gab sechs Technische Hilfeleistungen, fünf Brände, drei sonstige Einsätze und eine Sicherheitswache. Dabei waren 144 Personen 208 Stunden im Einsatz. Großes Lob zollte der Kommandant seiner Jugendwehr und deren Gruppenführer. Jugendwart Mario Manfrini zeigte sich zufrieden mit dem Stand der Dinge in der Jugendwehr. Er berichtete von 37 Übungen und Unterrichtseinheiten, außer in den Ferien treffen sich die Jugendlichen jeden Dienstag.
Für das laufende Jahr ist eine Beteiligung am Probebetrieb für Digitalfunk geplant. Es sollen drei digitale Handsprechfunkgeräte angeschafft werden - und vor allem ein neuer THL Rettungssatz mit Rettungsschere, Spreitzer und Motorpumpenaggregat. Der Kommandant erläuterte, dass die modernen Autos fast nicht mehr mit der 30-Tonnen-Schere bearbeitet werden können, eine Kraft von 100 Tonnen ist oft notwendig und gebietet die Neuanschaffung.