Bürgermeisterin Christine Konrad (FW) nutzte die Gelegenheit beim traditionellen Essen der Stadtwerke: Sie ernannte ihren Amtsvorgänger Reinhold Kuhn (CSU) vor den versammelten Stadträten und deren Partnern zum Alt-Bürgermeister.

"Von 1982 bis 2012 stand er an der Spitze unserer Stadt und lenkte deren Geschicke", erinnerte Konrad. Vorher war er bereits zehn Jahre Mitglied des Stadtrates und seiner Ausschüsse . Seit 1984 vertritt Kuhn die Interessen der Stadt auch im Kreistag.

Außerordentliche Tatkraft und hohen persönlichen Einsatz bescheinigte Konrad ihrem Vorgänger. So konnten die Stadt und ihre Ortsteile zu einer attraktiven Wohn- und Arbeitsgemeinde mit sehr guter Infrastruktur werden.
Die Bürgermeisterin nannte viele öffentliche Bauwerke wie die Maintalhalle, das Kultur- und Kommunikationszentrum, diverse Kindergärten und Feuerwehrhäuser, die alle mit seinem Namen verbunden seien. Genau so wie der Beginn der Städtebauförderung mit der Sanierung wichtiger Gebäude in der Altstadt wie dem historischen Rathaus und dem Pfarrhaus.


Gewerbe und Ortsverschönerung

In Kuhns Amtszeit sei es weiter gelungen, bedeutende Plätze der Altstadt unter Einsatz von Fördermitteln attraktiv neu zu gestalten. Mittel der Dorferneuerung erlaubten unter seiner Führung in den Ortsteilen Bibergau, Euerfeld, Neuses und Schernau die Verwirklichung attraktiver Freiflächen.

Die von Reinhold Kuhn konsequent verfolgte Ausweitung großer Gewerbegebiete habe gleichzeitig zu einer Verbesserung des Arbeitsplatzangebotes geführt und einen gesunden Branchenmix ermöglicht. Die Durchsetzung des familienfreundlichen Baulandmodells sei zu einer der Grundlagen dafür geworden, dass die Stadt heute eine vergleichsweise junge und immer noch wachsende Gemeinde sei.

Gleichzeitig habe Kuhn Verantwortung für die Stadtwerke getragen und in dieser Zeit den Versorgungsbetrieb maßgeblich mitgeprägt. "Reinhold Kuhn hat die Weichen dafür gestellt, was die Stadtwerke heute sind", unterstrich Konrad.

Im Gegensatz zu vielen seiner Kollegen sei Kuhn nicht den Verlockungen der Privatisierung erlegen, heute werde die Stadt darum beneidet. Sie verfüge über ein kleines, dafür aber wirklich persönliches Altenheim großer Qualität. Auch dies sei dem Einsatz Kuhns für das Hornsche Spital zu danken, das er trotz großer Konkurrenz zukunftsfähig machte.

Außerdem lagen Kuhn Partnerschaften am Herzen, wie der seit Jahrzehnten bestehende Treffpunkt der Heimatgruppe Haslau oder die Städtepartnerschaften mit Poysdorf und Rufina beweisen. Konrad wies zudem auf die unzähligen Kleinigkeiten hin, mit denen Kuhn die Bürger glücklich machte, bei Eheschließungen oder als Ansprechpartner und Berater.


Große Verdienste

Daher verleihe die Stadt der herausragenden Persönlichkeit Reinhold Kuhn die Ehrenbezeichnung Altbürgermeister. Er habe die Stadt mit ihren Ortsteilen in Jahrzehnten geprägt und sich große Verdienste um die Heimat erworben. Kuhn habe vieles hinterlassen, das er gemeinsam mit Stadtrat und Verwaltung auf den Weg brachte.
"Ich fühle mich nicht als Alt-Bürgermeister", sagte Kuhn bei der Übergabe der Ernennungsurkunde. Ihm wäre eine Bezeichnung wie Ehrenbürgermeister lieber gewesen.

"Es ist in 30 Jahren halt einiges zusammengekommen", gab sich Kuhn bescheiden. Die Stadt müsse bei der demografischen Entwicklung heute froh sein, dass die Einwohnerzahl nicht abnehme. Das alleine sei schon ein enormer Gewinn. Gleiches gelte für die Zahl der Arbeitsplätze. Über die Entwicklung der letzten Jahre müsse man froh sein. Über das abgelaufene Geschäftsjahr berichtete der Leiter der Stadtwerke, Torsten Roth. "Wir bleiben auch als kleines Stadtwerk immer auf dem neuesten Stand der Technik", versprach er der Ratsrunde.