Einen ungewöhnlichen Einsatz hatte der Hüttenheimer Gärtner Frank Schunke in der letzten Woche beim Start des Projektes „Wissen wie?s wächst und schmeckt“. Zwei Vormittage tauschte er seinen Arbeitsplatz zwischen Gemüsebeeten und Gewächshäusern mit dem Pausenhof der Siedlungsgrundschule in Kitzingen, um den Kindern der 3. Klasse einen Einblick in den Anbau von Radieschen, Salat, Schnittlauch und essbaren Blüten zu geben.
Einen ungewöhnlichen Einsatz hatte der Hüttenheimer Gärtner Frank Schunke in der letzten Woche beim Start des Projektes „Wissen wie?s wächst und schmeckt“. Zwei Vormittage tauschte er seinen Arbeitsplatz zwischen Gemüsebeeten und Gewächshäusern mit dem Pausenhof der Siedlungsgrundschule in Kitzingen, um den Kindern der 3. Klasse einen Einblick in den Anbau von Radieschen, Salat, Schnittlauch und essbaren Blüten zu geben.
Mit großer Begeisterung bestückten die 90 Buben und Mädchen 16 Pflanzkisten und eigene mitgebrachten Behältnisse mit Salat, Schnittlauch, Radieschen und Essblumen. Unter fachlicher Anleitung von Gärtner Schunke wurde alles sorgfältig gesäet, gepflanzt und beschriftet. „Nach dem Pflanzen seid ihr noch nicht fertig“, erklärte Frank Schunke den Kindern. „Eure Pflanzen brauchen viel Wasser“. Er wies die Schüler in das richtige Gießen ein und demonstrierte ihnen das mitgebrachte Vlies, das aber nur zum Einsatz kommt, wenn in der nächsten Zeit noch einmal Frost einsetzen sollte.
„In vier bis fünf Wochen werden wir gemeinsam ernten und etwas
Köstliches zubereiten“
Ruth Halbritter, lädt die Grundschulkinder ein
Ein Sinnes-Parcours mit Sehen, Tasten, Riechen und Schmecken von Gemüsen rundete die zweitägige Aktion an der Siedlungsgrundschule ab. Das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Kitzingen koordiniert das Angebot mit dem Ziel, Grundschulkinder wieder stärker in Kontakt mit der Herkunft von Lebensmitteln zu bringen durch Säen, Pflanzen, Betreuen, Ernten und Zubereiten. Initiiert hat das Projekt das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten. Das Konzept dazu entwickelte das Kompetenzzentrum für Ernährung (KErn) in Zusammenarbeit mit der Bayerischen Gartenakademie an der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau.
Ruth Halbritter, Fachoberlehrerin am Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, betreut das Projekt im Landkreis Kitzingen. Pro Amtsbezirk kann nur eine Schule teilnehmen, die Nähe zur Siedlungsgrundschule hat den Ausschlag für sie gegeben. „Außerdem verfügt sie über keinen Schulgarten“, erklärt sie. Die Kinder hatten deshalb bislang während der Schulzeit kaum Kontakt zu Pflanzen und zu Beeten.
Normalerweise soll nur eine einzige Klasse in die Geheimnisse des Säens, Pflanzens und Erntens eingewiesen werden. Das Kitzinger Amt entschied sich jedoch, alle vier Parallelklassen zu unterweisen.