Otto hört nicht auf

2 Min
Auf Sternenglanz und adventliche Stimmung im Atelier und im Innenhof von „Shabby – Vintage – Antik“ in der Oberen Neuen Gasse 7 in Etwashausen freuen sich ...
Foto: Diana Fuchs
Sternenglanz in Etwashausen: Am 18. und 19. November kann man adventliche Atmosphäre genießen und zugleich einem guten Zweck dienen.
 

Der Kitzinger Thorsten Ellmauer stellt weitere Aktionen für die Kinderkrebsstation auf die Beine. Der nächste Event: "Sternenglanz" am 18. und 19. November

Weit über 20 000 Euro hat er für die Station „Regenbogen“ schon gesammelt. Der Kitzinger Thorsten Ellmauer, den alle nur „Otto“ rufen, ist ein Phänomen. „Dass eine Einzelperson so etwas Großes auf die Beine stellt, das gibt es ganz, ganz selten“, sagt Denise Lampert, Mitglied der Elterninitiative leukämie- und tumorkranker Kinder der Uni-Klinik Würzburg. „Der Mann ist wirklich erstaunlich. Und dabei trotzdem ganz bescheiden.“

Warum „Otto“ sich derart engagiert? Warum er Veranstaltungen ins Leben ruft und hartnäckig immer neue Sponsoren auftut, auch wenn das oft harte Arbeit ist? „Otto“ selbst zuckt nur die Achseln. „Ich wollte halt was für Kinder machen. Und wenn man mal dabei ist, dann hört man nicht einfach wieder auf.“

Zumal „Otto“ mittlerweile nicht nur ein Patenkind auf der Station hat, sondern auch intensiven Kontakt zur Elterninitiative und zu Kindern, die stationär behandelt werden. Vergangenes Jahr hat er für sie den Nikolaus gespielt und Geschenke gebracht, die sich die Mädchen und Buben gewünscht hatten. „Drei von ihnen konnte ich ihre Pakete nicht mehr geben. Sie waren in der Zwischenzeit gestorben“, sagt „Otto“ und man sieht ihm an, wie sehr ihn das Schicksal der betroffenen Familien bewegt.

„Otto“ selbst hat kein eigenes krankes Kind. Dass er sich trotzdem so stark einsetzt, könne man ihm gar nicht hoch genug anrechnen, meint Denise Lampert. „Es ist ja nicht so, dass er sonst nichts zu tun hätte. Er ist berufstätig, opfert aber den Großteil seiner Freizeit, um den Kindern das Leben ein bisschen schöner zu machen.“

Sein jüngstes Projekt ist der „Sternenglanz“ in Etwashausen. Am Samstag und Sonntag, 18. und 19. November, gestaltet der 44-Jährige zusammen mit Nina Will einen adventlichen Markt. Im Hof und im Atelier von „Shabby – Vintage – Antik – Nina Will“ in der Oberen Neuen Gasse 7 gibt es neben handgefertigten Weihnachts-Accessoires unter anderem Kaffee, Kuchen, Bratwürste und Glühwein zugunsten der Kinderkrebsstation.

„Ich freue mich, dass ich Ottos Initiative unterstützen kann“, betont Nina Will. „Und dass ich bei den Leuten gleichzeitig adventliche Stimmung wecken kann.“ Das „Team Otto und Nina“ hatte schon 2016 ein gemeinsames Advents-Event auf die Beine gestellt. „Schon an diesem Abend haben die Leute gesagt, dass wir das nächstes Jahr wieder machen müssen.“

Also mobilisierten die beiden mehrere Gleichgesinnte, die Kunsthandwerkliches, Holzgebasteltes, Genähtes und Floristisches an verschiedenen Ständen anbieten werden. Abends soll mit Hilfe von Feuerkörben im Hof vor dem Atelier gemütliche Vorweihnachtsstimmung aufkommen. Und am Samstag ab 18 Uhr macht „Otto“ das, was er in den letzten Jahren schon mehrmals geübt hat: Er verkleidet sich als (verfrühter) Nikolaus und verteilt kleine Geschenke an die anwesenden Kinder.

Mit dem Reinerlös aus dem Essens- und Getränkeverkauf will „Otto“ wieder Wünsche der „Regenbogen“-Kinder erfüllen. Es soll nicht seine letzte Tat werden: „Auch heuer wird es im Dezember wieder einen großen Online-Adventskalender geben, bei dem es täglich hochwertige Preise gibt, zum Beispiel einen Urlaubs-Gutschein, eine Ballonfahrt und Fahrräder“, schaut der Kitzinger, der bei der Firma Knauf arbeitet, voraus. Die Geschichte vom Spendenmarathon-Läufer „Otto“ geht also weiter.

Weihnachtsmarkt: Der „Sternenglanz“-Markt im Atelier „Shabby – Vintage – Antik“ in der Neuen Gasse 7 in Kitzingen-Etwashausen hat am Samstag und Sonntag, 18. und 19. November, je von 13 bis 20 Uhr geöffnet.