Florian Meierott erhält den Dr. Erwin Rumpel-Preis 2021. Beim Lesen dieser Nachricht wird manch einer verwundert den Blick zum Kalender wenden. Bislang nämlich wurde der Name des Preisträgers erst bei der Verleihung verraten, die traditionell am 3. Oktober stattfindet. Jetzt geht die CSU-Stadtratsfraktion ganz bewusst schon im Vorfeld an die Öffentlichkeit. Preisträger und interessierte Bürger sollen von dieser Entscheidung profitieren.

Preisträger aus verschiedensten Bereichen

Die Burschenschaft Etwashausen und die Paul Eber Kantorei haben ihn schon erhalten, der Stadtmarketingverein, das Team der Berufsbörse und die Freiwillige Feuerwehr Kitzingen. Das Eine-Welt-Laden-Team, die psychosoziale Notfallversorgung und die Ehrenamtlichen des Roxy Kino e.V.. Einzelpersonen wie Dagmar Voßkühler, Josef Denninger, Heinrich Lang, Kurt Braun, Horst Held, Burkhard Straßberger und Pfarrer Uwe Bernd Ahrens... Ein Ausschnitt nur aus den insgesamt 23 Personen, Organisationen und Vereinen, die bislang mit dem Dr. Erwin Rumpel-Preis ausgezeichnet wurden. Doch schon dieser Ausschnitt zeigt: Die Bandbreite der Preisträger ist groß. Und demzufolge auch der Kreis derer, die sich für die Preisverleihung interessieren.

„Wenn ich das gewusst hätte,...“ und „Da wär' ich gern dabei gewesen...“ sind Sätze, die CSU-Fraktionsvorsitzender Andreas Moser in den vergangenen Jahren schon oft kurz nach der Preisverleihung gehört hat und die ihn und seine Mitstreiter ins Grübeln gebracht haben. Neben den geladenen Gästen und bisherigen Preisträgern war stets auch die Öffentlichkeit zur Verleihung am Tag der Deutschen Einheit eingeladen. Gekommen sind relativ wenige Bürger. Einen der Gründe dafür machen die Aussagen von Bürgern gegenüber Moser deutlich. Wer nicht weiß, wer der Preisträger ist und aus welchem Bereich er kommt, entschließt sich eher selten zur Teilnahme. Ein anderer Grund ist wohl, dass viele eine Parteiveranstaltung hinter der Preisverleihung vermuten, schließlich wird der Dr. Erwin Rumpel-Preis von der CSU-Stadtratsfraktion verliehen. Sie hat in Gedenken an den tragisch verstorbenen ehemaligen CSU-Oberbürgermeister der Stadt (1991 bis 1997) eine Stiftung zur Überreichung eines Gedächtnispreises ins Leben gerufen. Der mit 500 Euro dotierte Preis wird alljährlich am 3. Oktober „für außerordentliches Engagement im sozialen, gesellschaftlichen und werte-erhaltenden Wirken (...) verliehen“. Von der Partei ist da nicht die Rede und wie Andreas Moser versichert, gibt es in der einstündigen Veranstaltung auch keine politischen Aussagen. „Es geht nicht um Stadtratspolitik oder die von Land und Bund. Es geht ausschließlich um den Preisträger“, stellt Moser klar. Der verdiene öffentliche Aufmerksamkeit – und deshalb sei es Ziel, möglichst vielen Freunden und Fans des Preisträgers Zugang zur Verleihung zu ermöglichen. Deshalb die Entscheidung, den Namen schon im Vorfeld bekannt zu geben.

„Beeindruckende Aktivitäten“ auch in Zeiten von Corona

Der lautet in diesem Jahr Florian Meierott. Der Geiger gehört als Musiker und Künstler einer Berufsgruppe an, die besonders unter den Corona-Einschränkungen gelitten hat, so Moser. Meierott habe versucht, bestmöglich mit den gewaltigen Veränderungen durch die Pandemie umzugehen und sich anzupassen. Seine Aktivitäten im digitalen Bereich seien mehr als beeindruckend. „Auch während der beiden Jahre der Corona-Pandemie hat sich der stets gut gelaunte Franke nicht unterkriegen lassen und dabei stets auch seine Heimatstadt Kitzingen präsentiert und repräsentiert“, finden die CSU-Stadtratsmitglieder, die alljährlich den Preisträger aussuchen.

Auch am Programm der Verleihung wird deutlich, dass der Preisträger im Mittelpunkt steht. Eine Stunde dauert die Veranstaltung in der Rathaushalle (Beginn 11 Uhr), zu der alle interessierten Bürger eingeladen sind. Begrüßung und Laudatio werden kurz gehalten. Florian Meierott wird selbst Stücke vortragen, Stipendiaten seiner Stiftung werden – am Klavier begleitet von Katrin Koeth – ihr Können vorstellen. Ob die Veranstaltung wie gewohnt mit Gesprächen bei einem Secco oder Wasser ausklingen kann, steht noch nicht fest, weil sich die Vorschriften wegen Corona noch ändern können. Klar ist allerdings: Wer dabei sein will, muss sich anmelden und die Corona-Vorgaben beachten (siehe Infokasten).

Anmeldung ist nötig

Wer bei der Verleihung des Dr. Erwin Rumpel-Preises am Sonntag, 3. Oktober, um 11 Uhr in der Rathaushalle Kitzingen dabei sein will, muss sich vorher mit Namen, Adresse und Telefonnummer sowie Information über Impfstatus oder Testnachweis bei Stadträtin Hiltrud Stocker anmelden, entweder per Email an stadtrat.stocker@stadt-kitzingen.de oder telefonisch unter 09321/32872. Die Anmeldung wird dann bestätigt. Bei erreichter maximaler Teilnehmerzahl kann sie leider nicht mehr angenommen werden. Teilnahmevoraussetzung ist ein Impfnachweis oder ein negatives Testergebnis (maximal 24 Stunden alt), beides ist am 3. Oktober vorzulegen.