Die Lage in Hamburg und Leipzig
In Hamburg wurden nach bisherigen Erkenntnissen zehn Polizisten verletzt. Sie konnten ihren Dienst nicht fortsetzen, wie die Polizei mitteilte. Wie schwer die Polizisten verletzt wurden, ging aus der Mitteilung nicht hervor.
In Leipzig wurde die Polizei ebenfalls mit Pyrotechnik angegriffen. Auf die Einsatzkräfte wurden diverse Böller geworfen, wie ein Sprecher mitteilte. Die Polizisten errichteten unter anderem in dem für Ausschreitungen bekannten Stadtteil Connewitz Absperrungen. Auch in der Leipziger Innenstadt gab es diverse Feuer, wie dpa-Reporter berichten. Die Feuerwehr musste in mehreren Bundesländern wegen Bränden ausrücken.
Wo gab es die größten Partys?
In der Hauptstadt Berlin feierten Tausende Menschen nahe dem Brandenburger Tor auf der Straße des 17. Juni gut gelaunt bei der offiziellen Freiluftparty der Hauptstadt. 25.000 Tickets hatten zur Verfügung gestanden.
Bei einer großen Silvesterparty auf der Ludwigstraße in München feierten nach Veranstalterangaben um die 10.000 Menschen in das Jahr 2026 hinein. Es sei alles ganz friedlich gewesen, sagte Katrin Strauch von der Veranstaltungsagentur Gral. «Es gab keine Zwischenfälle, überhaupt nichts.»
Wer das neue Jahr draußen begrüßte, war am besten warm angezogen. In Teilen Deutschland riet der Deutsche Wetterdienst zur Vorsicht wegen Schnees und Glätte. Im Norden war stürmisches Wetter angekündigt gewesen.
ZDF-Silvestershow kam diesmal aus Hamburg
Anders als in den Vorjahren kam die ZDF-Silvestershow mit Andrea Kiewel und Johannes B. Kerner diesmal aus der Hafencity in Hamburg und nicht aus Berlin. In der ARD präsentierte Florian Silbereisen zum zweiten Mal eine Silvestershow aus München.
Insgesamt 26 Stunden dauert es, bis der ganze Globus in das neue Jahr gerutscht ist. Amerikanisch-Samoa, das nur 220 Kilometer östlich von Samoa im Pazifik auf der anderen Seite der internationalen Datumsgrenze liegt, wird der letzte bewohnte Ort der Erde sein, der das neue Jahr begrüßt - zwölf Stunden nach Deutschland.
Den weltweiten Anfang machte um 11.00 Uhr MEZ das Südsee-Atoll Kiritimati mit seinen rund 7.300 Einwohnern, das zum Inselstaat Kiribati gehört. Es folgten unter anderem Neuseeland und Teile Australiens.
Sydney machte dabei zwei Wochen nach dem tödlichen Anschlag am Bondi Beach deutlich: Die Menschen in der Stadt lassen sich vom Terror nicht einschüchtern. Rund um die ikonische Harbour Bridge und das Opernhaus wurde um 14.00 Uhr deutscher Zeit wie gewohnt ein gigantisches Feuerwerk gezündet - unter strengen Sicherheitsvorkehrungen. Die traditionellen Feiern am Bondi Beach wurden hingegen abgesagt.
An dem weltberühmten Strand hatten am 14. Dezember zwei Attentäter - ein Vater und sein Sohn - beim jüdischen Lichterfest Chanukka auf eine Menschenmenge geschossen. 15 Menschen kamen ums Leben, Dutzende wurden verletzt. Vor Mitternacht wurde der Opfer in einer bewegenden Schweigeminute gedacht.
Vorschaubild: © Silas Stein/dpa