Das Jahr 2021 soll ein Festjahr für 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland werden. Unter dem Titel „321-2021: 1700 Jahre JLID“ werden bundesweit rund 1000 Veranstaltungen ausgerichtet mit dem Ziel, jüdisches Leben in Vergangenheit und Gegenwart sichtbar und erlebbar zu machen und antisemitistischen Tendenzen etwas entgegenzusetzen. Im beschaulichen Kitzingen begann das Jahr mit einem vandalistischen Übergriff auf die Alte Synagoge, dem Zerschlagen eines Glaselements am Türknauf des Seiteneingangs.

Wir alle sollten diese „Sachbeschädigung“ im Wert „von etwa 300 Euro“ als Aufforderung verstehen, mit offenen Augen zu registrieren, wie sich Menschen an ähnlichen Gedenkorten verhalten, seien es die Stolpersteine, das Deportationsdenkmal „Koffer“ am Rosenpark oder die jüdischen Friedhöfe, um diesen Schutz und Würde zu gewähren.

Margret Löther
Vorsitzende des Fördervereins ehemalige Synagoge Kitzingen
97342 Obernbreit

Vorschaubild: © Björn Kohlhepp