Wie die Stadt Kitzingen berichtet, seien am Donnerstag, 19. Januar am Stadtbalkon drei Weiden gefällt worden. „Aus Sicherheitsgründen mussten wir reagieren“, sagt Hilmar Hein, Leiter des Städtischen Tiefbauamtes.

Im Dezember war eine Weide am Mainufer abgebrochen, hatte Teile des Geländers zerstört. Die Stadtgärtner hatten daraufhin die anderen drei Weiden in unmittelbarer Nähe untersucht. Ergebnis: Alle drei sind innen morsch. „Auch sie könnten beim nächsten größeren Sturm abbrechen“, warnt der stellvertretende Leiter der Stadtgärtner, Niklas Pobel, der das Alter der Bäume auf rund 40 Jahre schätzt.

Im Zuge der Landesgartenschau 2011 wurde der Kitzinger Stadtbalkon geschaffen. Die Stadt entschied sich damals dafür, die Bäume am Ufer stehenzulassen. „Wir haben die Holzdielen um die Stämme herum gebaut“, erinnert sich Hein. Die Weiden waren nicht nur ein Blickfang, sondern spendeten im Sommer auch Schatten für die zahlreichen Besucher. Soweit möglich, soll Ersatz geschaffen werden, um diese Funktion auch künftig aufrechterhalten zu können.

Eine Weide, die etwas außerhalb des Stadtbalkons steht, wird durch einen klimaresistenten Baum ersetzt. Eine zweite, die ebenfalls außerhalb des hölzernen Decks gewachsen ist, wird so weit gekürzt, dass sie wieder frisch ausschlagen kann, ohne eine Gefährdung für die Passanten darzustellen. „Das ist bei Weiden durchaus möglich“, versichert Pobel.

Ein dritter Baum, der von den Dielen des Stadtbalkons quasi umringt war, wird nicht wieder ersetzt. „Wir können an dieser Stelle leider keine ordentliche Pflanzgrube schaffen“, erklärt Hilmar Hein. Das entstandene Loch im Holzbelag des Stadtbalkons wird im Anschluss an die Baumarbeiten geschlossen. Genauso verfahren die Mitarbeiter des Bauhofes ein paar Meter weiter, wo im Dezember die erste Weide abgebrochen war.

Das Etwashäuser Mainufer wird trotz dieser Maßnahmen auch weiterhin die grüne Oase der Stadt Kitzingen sein. Schon vor zwei Wochen pflanzten die Stadtgärtner fünf neue Zierkirschen im Bereich des Winterhafendammes.

„Weitere zehn Parkbäume werden im Lauf des Frühjahres dazukommen“, kündigt Niklas Pobel an.