"Dieser Antrag wird uns noch länger beschäftigen". Damit meinte Wiesenbronns Bürgermeister Volkhard Warmdt den Antrag auf isolierte Befreiung zur Errichtung eines Zauns und Erhöhung des Sockels bei einem Anwesen im Baugebiet "Am Königlein", der schon in der Juli-Ratssitzung abgelehnt worden war und auch am Dienstagabend in der Ratssitzung in der Sporthalle ein weiteres Mal einstimmig abgelehnt wurde.

Der Bürgermeister berichtete von einer Begehung vor Ort zusammen mit VG-Baudezernent Stefan Adam, bei der er sich anhören musste, "dass das andere auch machen, aber es bleibt die Frage, wie wir damit umgehen". Er erinnerte daran, dass zwar die Auffüllung genehmigt worden sei, "aber nicht die Mauer außen rum". Er plädierte für eine Kontrolle durch das Landratsamt, und im Rat wurde die grundsätzliche Aussage vertreten, "dass nichts erlaubt werden sollte, was nach Bauordnung nicht erlaubt ist", wie es Jan von Wietersheim formulierte.

Harald Höhn verwies auf die Richtlinien, "die im Bebauungsplan stehen" und forderte ebenfalls eine Kontrolle durch einen Bausachverständigen des Landratsamts. Bürgermeister Warmdt verlas die Stellungnahme Adams, in der zum einen Bedenken wegen eines eventuellen Präzedenzfalls bei einer Befürwortung geäußert wurden und zum anderen ein Kompromiss vorgeschlagen wurde, "bei dem die Bauherren auf eine weitere Erhöhung verzichten". Er betonte zudem, "dass ein Bebauungsplan nicht so schwer zu lesen ist, wie behauptet wird".

Einig war sich das Ratsgremium zwecks Gründung einer Kinderfeuerwehr. Jan von Wietersheim sah dies als Möglichkeit, die Kinder für die Feuerwehr zu interessieren. Er konnte sich eine Aufnahme in die Nachwuchstruppe ab dem Einschulungsalter mit anschließender Eingliederung in die Jugendfeuerwehr vorstellen. Einmal im Monat soll ein Treffen nach den Vorgaben des Landesfeuerwehrverbandes sein, und für den Start im September wurden schon Flyer vorbereitet. 

Beim Punkt "Alarmierung" gab der Bürgermeister bekannt, dass er ein Angebot für Akkus für die Sirene einholen werde, zumal es jetzt auch Förderung für diese Art Alarmierung gebe. Mit herzlichen Worten dankte er den Aktiven der Wehr für den Einsatz beim Hochwasser und beim letzten Brand:  "Das war sehr professionell." Der Dank des Bürgermeisters galt auch den Nachbarwehren für den schnellen Einsatz beim Brand.

Baumkataster wird erstellt

Für den Wiesenbronner Siedlungsbereich wird ein Baumkataster erstellt, war sich das Gremium einig. Bürgermeister Warmdt erinnerte an einen Unfall in einem Augsburger Ortsteil, bei dem ein Kind durch einen umstürzenden Baum schwer verletzt wurde. Das Kataster soll die Grunddaten zu Alter, Größe, Baumart und Vitalität der Bäume, das Festlegen von Maßnahmen, sowie den Zeitintervall für die Regelkontrolle enthalten, Angebote werden eingeholt.

Zum Thema "Luftreinigungsgeräte in den Klassenzimmern" informierte der Bürgermeister, dass für Reinigungsgeräte mit Frischluft etwa 10 000 bis 12 000 Euro bei 80-prozentiger Förderung ausgegeben werden müssten. Bei der Version der Reinigung der Umluft fallen Kosten von etwa 3500 Euro an, wobei die Förderung bei 50 Prozent bei einem Höchstsatz von 1750 Euro liege.

Zum Hochwasserschutzkonzept des Dorfschätzeverbunds äußerte der Bürgermeister, dass Wiesenbronn zwecks Hochwasserschutz eine Vereinbarung mit Kleinlangheim treffen müsste. Er bedauerte, dass in puncto "Beckenbau" nichts voran gehe, was aber nicht am Wiesentheider Bürgermeister oder am Dorfschätzeverbund liege, "die Zuständigkeit liegt woanders".

Erfreut zeigte er sich, dass die beiden Trampolins im Spielplatz "Pfründesteg" gut angenommen wurden. Sein Dank galt Carolin Wegmann, die diese Installation anleierte, zu der die Stiftungen der Sparkasse (1000 Euro) und der Raiffeisenbank (500 Euro) beisteuerten, wofür sich Warmdt ebenfalls herzlich bedankte.