Eine gemeinsame Obdachlosenunterkunft für die gesamte Verwaltungsgemeinschaft in der zentralen Stadt Marktbreit scheint vom Tisch zu sein. Denn in der Ratssitzung am Montagabend im Lagerhaus ging es nur noch um die Unterbringung von Wohnungslosen in der Stadt selber. Und da fassten Rätinnen und Räte mehrheitlich einen wenig konkreten Beschluss.
Eine gemeinsame Obdachlosenunterkunft für die gesamte Verwaltungsgemeinschaft in der zentralen Stadt Marktbreit scheint vom Tisch zu sein. Denn in der Ratssitzung am Montagabend im Lagerhaus ging es nur noch um die Unterbringung von Wohnungslosen in der Stadt selber. Und da fassten Rätinnen und Räte mehrheitlich einen wenig konkreten Beschluss.
Wie berichtet, war das Thema Unterbringung von Obdachlosen bereits vor einigen Wochen Thema im Rat. Damals schlug die Verwaltung noch eine gemeinsame Obdachlosenunterkunft für alle Mitgliedsgemeinden der VG in Marktbreit vor, was den Marktbreitern nicht gefiel. Das Thema wurde damals vertagt, die Verwaltung sollte eine neue Lösung bieten. In der Stadt selber gibt es zwar eine solche Unterbringungsmöglichkeit, die aber wird zwischenzeitlich dauerhaft genutzt und ist zudem ganz in der Nähe der städtischen Schulen.
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Bislang kein Standort für die Obdachlosenunterkunft
Ein Umstand, der wenig gefällt, da es dort immer wieder zu Problemen kommt. Deshalb der Vorschlag der Verwaltung: eine Obdachlosenunterkunft in einfachen Containern in der Michelfelder Straße zu schaffen. Das wiederum wurde von einer Ratsmehrheit nach kurzer Diskussion abgelehnt. Der zweite Verwaltungsvorschlag, zwar eine neue Obdachlosenunterkunft zu errichten, den Standort dafür aber aus den Reihen der Rätinnen und Räte suchen zu lassen, bekam eine Mehrheit. Ob allerdings Meldungen aus den Ratsreihen für einen Standort kommen, bleibt fraglich.
Ein Termin vor Ort kann ganz hilfreich sein. Das erfuhren auch die Mitarbeiter des Büros Schlicht und Lamprecht, als sie sich vor einigen Wochen zu Vertiefung der Planung der Mainufergestaltung nördlich des Lagerhauses an der Staatsstraße trafen. Erst da fiel der starke LKW-Verkehr an Marktbreit vorbei deutlich auf und hatte für die Planungsvorschläge Folgen.
Um die Fläche zwischen Staatsstraße und Main attraktiver zu machen, müsse wohl eine Lärmschutzmauer her. Die wird in die geplanten Pavillons zur Versorgung der Uferbesucher integriert werden können. "Markthallencharakter" mit Sattel- oder Walmdach soll die Überdachung der Pavillons bekommen, ein Vorschlag, der von einigen Rätinnen und Räten erst nach längerer Argumentation der Planer akzeptiert wurde. Positiv: für die Bewirtschaftung der Pavillons scheint es bereits Interessenten zu geben. Mit der Zustimmung des Rates können die Planer nun zu den beteiligten Behörden zur weiteren Diskussion gehen.
Probeweise Verkehrsberuhigung in der Innenstadt
Sieben Jahre hat Harald Damm dafür gekämpft, nun wird es probeweise eingeführt: Eine Verkehrsberuhigung in der Marktbreiter Innenstadt. Zwar nur probeweise, aber immerhin: für diesen Sommer wird an jedem zweiten Wochenende von Mai bis September die Straße vom Maintor bis zur Schustergasse gesperrt. Beginn der Verkehrsberuhigung soll samstags ab 14 Uhr und Ende sonntags um 22 Uhr sein. Mit den anliegenden Wirten ist die Maßnahme abgesprochen, sie sollen die dann freien Fläche vor dem Rathaus beleben.
Bedenken gab es von Martin Näck, der den Aufwand als zu hoch ansah. Bauhofmitarbeiter müssten für Auf- und Abbau der Absperrungen sorgen, in der Ochsenfurter Straße und in der Schustergasse könnte der Verkehr ansteigen. Am Ende stimmten nur zwei Räte gegen den Vorschlag der zeitlich begrenzten Torsperre, die auch ein Einstieg in die Verkehrsberuhigung der Marktbreiter Altstadt sein könnte, wie Heinz Galuschka meinte.