Investoren sind in Kitzingen gut aufgehoben

2 Min
Das derzeit größte Bauprojekt in der Kitzinger Innenstadt wird in der ehemaligen Bürgerbräu umgesetzt ...
Foto: Jens Fiebig
Eine Bruchsteinfassade prägt die Obere Bachgasse 26. Die ehemalige Gassner-Brauerei steht seit vielen Jahren leer. Jetzt gibt es einen Investor für das Haus. FOTO: S. Sebelka
Siegfried Sebelka

Von der Bürgerbräu bis zum Baywa-Lagerhaus, vom Marktcafé bis zur Oberen Bachgasse: In der Innenstadt ist eine ganze Reihe großer Baumaßnahmen im Gange.

„Es könnten ein paar mehr sein.“
Siegfried Müller, Oberbürgermeister

Von der Bürgerbräu bis zum BayWa-Lagerhaus, vom Marktcafé bis zur Oberen Bachgasse: In der Innenstadt ist eine ganze Reihe großer Baumaßnahmen im Gange oder in der Planung. Bauamtschef Oliver Graumann stellte die wichtigsten in der Bürgerversammlung für die Innenstadt vor.

Gut 20 Besucher

„Es könnten ein paar mehr sein“, sagte Oberbürgermeister Siegfried Müller mit Blick auf die gut 20 Kitzinger. Die hatten sich in der Alten Synagoge gleichmäßig zwischen dem in gleicher Stärke angetretenen Stadtrat verteilt. Wer da war, hat einiges erfahren. Auch von Projekten, die bisher nur hinter verschlossenen Türen gehandelt wurden.

Langer Leerstand

Dass das lange leer stehende und 2004 bei einem Großbrand stark ramponierte Gebäude in der Oberen Bachgasse 26 einen Investor gefunden hat, zum Beispiel. „Noch vor der Sommerpause soll der Kaufvertrag unterschrieben sein“, sagte Graumann. Ein Würzburger plane in der ehemaligen Gassner-Brauerei ein „sehr ambitioniertes Vorhaben“.

1#googleAds#100x100

Die Bruchsteinfassade des Gebäudes soll stehen bleiben, dahinter im Erdgeschoss Räume für Dienstleister entstehen und darüber Wohnungen.

Graumann stellte die Projekte von privaten Investoren vor, die gerade im Laufen sind oder noch in Planung. „Kitzingen ist für Investoren interessant geworden“, sagte der Chef des Bauamts, das den Investoren als Dienstleister zur Seite stehe. „Die Investoren sind bei uns gut aufgehoben“, sagte Graumann und zählte die Projekte auf:

Die Vorhaben

Bürgerbräu: Die Bauarbeiten für 38 Wohneinheiten in den Kitzinger Brauhöfen laufen. Noch 2017 sollen erste Einheiten bezugsfertig, Ende 2018 das Projekt abgeschlossen sein.

Glauberstraße 7: 31 Wohneinheiten sind auf dem Gelände des ehemaligen BayWa-Silos vorgesehen. Fertigstellung auch hier im Lauf des Jahres 2018. Ob die Straße für das Bauprojekt in Richtung Diakoniegebäude verlegt wird, ist zwar vom Investor gewollt, aber noch nicht entschieden.

Glauberstraße 3: 14 Wohnen sollen in einem zweiten Bauabschnitt in zwei Gebäuden ebenfalls auf dem ehemaligen BayWa-Gebäude entstehen. Baubeginn noch offen.

Biomarkt vom Tisch

Schmiedelstraße 1: Die Pläne für den einmal geplanten Biomarkt sind vom Tisch. Allerdings ist der Betreiber nach wie vor auf der Suche nach einem Standort in Kitzingen, sagte Graumann. Ein neuer Investor will die beiden denkmalgeschützten Häuser erhalten. Auf dem Gelände der ehemaligen Werkstatt mit Tankstellen wird neu gebaut, vor allem Räume für Dienstleister, Ärzte und ähnliches.

Weitere Projekte

Dazu kommt das Wohnprojekt mit 32 Wohneinheiten auf dem etwas außerhalb der Innenstadt gelegenen Fetzergeländes, das nach oben wächst. Auch der Neubau auf dem Tankstellengelände gegenüber dem Rosengarten steht in den Startlöchern. Dass gleichzeitig noch der Abriss in der Luitpoldstraße für den Neubau der Fastnachtakademie läuft, rundet das Bild ab.

Halle vor dem Start

Mit dem Neubau der Sporthalle im Deusterpark steht ein weiteres Großprojekt in der Innenstart kurz vor dem Start. Der zuständige Architekt stellte die Pläne für die derzeit rund 5,9 Millionen Euro teure und handballtaugliche Halle vor. In der kommen auch die Mittagsbetreuung und Parkplätze unter.

Grünfläche als Zwischenlösung

Jürgen Hertel hatte als Architekt der Investorengruppe die Pläne für das Gelände des ehemaligen Marktcafés vorgestellt. Das Grundstück direkt neben dem Rathaus ist inzwischen geräumt. Für rund 20 000 Euro soll es nach den Worten von OB Müller bis zum Baubeginn in eine Grünfläche verwandelt werden. Ein Bauzaun ist kein Thema mehr. Wie Hertel sagte, werde nach der unmittelbar bevorstehenden Unterzeichnung des Kaufvertrags die Vermarktung beginnen. Er rechnet mit dem Baubeginn im zweiten Halbjahr 2018. Dann werden neben einer Vinothek, Flächen für Einzelhandel, Büroräume und zwei Wohnungen entstehen.