Die böse Absicht liegt auf der Hand: Wer Reißnägel in Wurststücke steckt und diese in freier Flur verstreut, der möchte Tieren schaden und diesen Leid zufügen. Zu einem solchen Vorfall ist es in Nenzenheim gekommen. Und das nicht zum ersten Mal, wie es durch die Polizei in Kitzingen heißt.

Wie der dortige Umweltsachbearbeiter, Helmut Pfaff, am Freitag auf Nachfrage dieser Redaktion bestätigte, wurde der Polizei am Donnerstagabend gemeldet, dass Hundebesitzer nachmittags beim Gassi gehen im Bereich der Krassolzheimer Straße drei circa zwei Zentimeter große Stückchen Bockwurst im Grünbereich des Straßenrands gefunden haben. Im Innern der Knackwurst-Brocken steckte jeweils ein Reißnagel. Offensichtlich hatte jemand die manipulierte Wurst absichtlich so deponiert, dass Hunde danach schnappen und sich beim Kauen und Verschlucken der Wurst verletzen.

Nach Kenntnis der Polizei hat glücklicherweise kein Hund von den Nagel-Ködern gefressen. Ihr ist nichts von verletzten Tieren bekannt. Allerdings weiß die Polizei, dass in diesem Bereich am Nenzenheimer Ortsrand, wo Hundebesitzer gerne ihre Vierbeiner ausführen, in der Vergangenheit bereits mehrfach Köder, teilweise auch mit Gift versetzte, gefunden wurden. Die Polizei rät deshalb alle Hundebesitzer zur verstärkten Vorsicht in diesem Bereich und bittet darum, Vorkommnisse bei ihr zu melden. Zur Vorsicht raten nach dem jüngsten Vorfall auch Nutzer auf Facebook.

Einen Tatverdächtigen, der für den jüngsten und vorangegangene Vorfälle verantwortlich sein könnte, hat die Polizei nicht. Am Freitagvormittag war die Polizei vor Ort und hat auch Anwohner befragt.

Hinweise an die Polizei Kitzingen unter Tel. (09321) 141-0.