Das zweite Juli-Wochenende wirkt im Landkreis Kitzingen noch lange nach: Der Tag, an dem das Hochwasser kam und jede Menge Zerstörung brachte, toppte die bisherige Höchststände an den Flüssen noch einmal. Eine erste vorsichtige Schätzung des Landratsamtes geht von vier Millionen Euro Schaden aus. Wie die Kreisbehörde auf Anfrage mitteilt, hat sich die  Zahl der betroffenen Privathaushalte weiter erhöht. Bisher war man auf Schätzungen anhand der Meldungen der Gemeinden angewiesen. Inzwischen steht fest, dass 318 Privathaushalte vom Hochwasser betroffen waren. Diese Haushalte haben Schäden an Haus- und Grundvermögen sowie Hausrat gemeldet.

Soforthilfen vom Kreis gibt es für Hausrat und zur Beseitigung von Ölschäden. Stand Ende vergangener Woche lagen hier 43 Anträge vor, die laut der Pressemitteilung auch alle bearbeitet wurden. Insgesamt wurden 95 485 Euro an Soforthilfen zur Auszahlung angewiesen. Die ausgezahlten Summen belaufen sich von 560 bis 5000 Euro. Liegt keine Elementarversicherung vor – was überwiegend der Fall ist – bekommen die Antragsteller die Hälfte des Schadens aber maximal 2500 Euro an Soforthilfe.