Am letzten Schultag verabschiedete das Steigerwald-Landschulheim in Wiesentheid mit Markus Henneberger nicht nur den stellvertretenden Schulleiter. „Ein Mann für alle Gelegenheiten, ein Glücksfall für diese Schule“, würdigte ihn mit Georg Endres der frühere Chef des Gymnasiums. Endres war 1980 Schulleiter, als Henneberger in Wiesentheid seinen Dienst antrat. 37 Jahre unterrichtet er an dieser Schule; nach insgesamt 42 Dienstjahren ging er nun in den Ruhestand.

Der Abschied fällt allen schwer

Die Wertschätzung, die Markus Henneberger am Landschulheim Wiesentheid (LSH) genießt, ließ sich aus allen Redebeiträgen des Abends hören. „Sie sind der gute Geist dieser Schule“, wusste Landrätin Tamara Bischof, die zugleich stellvertretende Vorsitzende des Zweckverbands Bayerische Landschulheime ist. „Es wird merkwürdig, wenn du nicht mehr an unserem Besprechungstisch sitzt“, sagte Schulleiter Hilmar Kirch mit Wehmut.

Von Seiten der Lehrer hob Michael Steinbacher die stets menschliche und ausgeglichene Art des künftigen Ruheständlers hervor. Henneberger habe als Lehrer nie stur an seinem Konzept geklebt und setzte stets großes Vertrauen in Schüler wie Kollegen. Lange Jahre hatte er den Posten des Verbindungslehrers, wie auch den Vorsitz des Personalrats an der Schule inne.

Hennebergers Freund und einstiger Kollege Ludwig Weth, die beide aus Grafenrheinfeld stammen und 30 Jahre gemeinsam zu ihrer Arbeitsstelle fuhren, hatte eine Zusammenstellung mit Fotos erstellt.

Die in den Vorträgen beschriebene freundliche, gemütliche und stets respektvolle Art Hennebergers verdeutlichte ein Beitrag der Mitarbeiterinnen des Schulsekretariats, den sie gemeinsam mit einem kleinen Lehrer-Orchester vortrugen. Dabei wurde dessen Besuche im Sekretariat dargestellt, wo er sich nicht nur dienstlich, sondern gerne auch 'mal zum Kaffee und zu einem kurzen Schwätzchen aufhielt. „Ihren“ Markus Henneberger verwöhnten die vier Damen noch einmal symbolisch. Dass der Pädagoge früher wie heute jeden Spaß mitmache, zeigte sich hier noch einmal. An einem Tischlein durfte er sich bewirten lassen. Als ihm eine der Damen eine schwarze Perücke auf die schon etwas schütter gewordenen Kopf setzte, musste sogar Enkelin Elisabeth lachen, die sich bei Opa auf den Schoß gesetzt hatte.

Begonnen hatte der Abschiedsabend mit einem Beitrag des Lehrerchors. Die Grußworte gestalteten die Redner launig: Neben Zahlen und Stationen aus Markus Hennebergers wurde auch manch privates Erlebnis erzählt. Ganz am Ende bedankte sich der jetzige Ruheständler: „Ich gehe auch mit einem weinenden Auge. Hier war ich daheim.“