Bauer macht verdächtige Beobachtung: Update zu Riesen-Kokainfund in Franken

3 Min
Landkreis Kitzingen: Landwirt führt Polizei zu 300 Kilo Kokain
Ein Landwirt beobachtete verdächtige Gestalten in der Nähe einer alleinstehenden Halle im Landkreis Kitzingen. Das LKA meldet einen Fund von 300 Kilogramm Kokain.
KI-generiertes Symbolbild/Gemini 2.5 Pro (Symbolbild)
Landkreis Kitzingen: Landwirt führt Polizei zu 300 Kilo Kokain
Ein Landwirt beobachtete verdächtige Gestalten in der Nähe einer alleinstehenden Halle im Landkreis Kitzingen. Das LKA meldet einen Fund von 300 Kilogramm Kokain.
Landkreis Kitzingen: Landwirt führt Polizei zu 200 Kilo Kokain
KI-generiertes Symbolbild/Gemini

Ein Landwirt beobachtete verdächtige Personen in der Nähe einer alleinstehenden Halle im Landkreis Kitzingen. Die Polizei fand daraufhin verdächtige Autos und mysteriöse Behälter. Nun wurde ein weiteres Schmugglerversteck entdeckt.

Update vom 21.01.2026: Polizei mit neuen Infos zu gewaltigem Kokain-Fund in Franken

Nach dem Fund einer enormen Kokain-Menge in Unterfranken hat die Staatsanwaltschaft Würzburg drei Männer angeklagt. Die 19, 26 und 49 Jahre alten Beschuldigten sollen zusammen mit noch unbekannten Komplizen dafür verantwortlich sein, dass rund 1,4 Tonnen Kokain nach Deutschland gelangten. Allein im unterfränkischen Abtswind waren im vergangenen Sommer 300 Kilo Kokain gefunden worden - im Wert von ungefähr 15 Millionen Euro.

Nach Behördenangaben hat sich nur einer der Verdächtigen bisher umfassend zur Sache eingelassen und den Vorwurf zumindest teilweise eingeräumt. Ein Mann habe sich bislang gar nicht geäußert. Der Dritte im Bunde habe die Tat abgestritten. Nun muss die Jugendkammer des Landgerichts Würzburg entscheiden, ob sie die Anklage zulässt. Zuvor hatte die Main-Post berichtet. Die Ermittlungsgruppe geht davon aus, dass es neben den Beschuldigten weitere Beteiligte und Hinterleute gibt. Die Staatsanwaltschaft wirft den drei Männern, die in Untersuchungshaft sind, bandenmäßigen, unerlaubten Handel mit Kokain im drei- bis vierstelligen Kilobereich vor.

Tonnenweise Kokain nach Deutschland geschmuggelt? Bauer gibt heißen Tipp

Bisher noch unbekannte Bandenmitglieder sollen in Mexiko zwischen 100 und 300 Kilo hochreines Kokain in Hohlräume von stählernen Brückendämpfern verbaut haben. Diese sollten an eine Scheinfirma in Europa transportiert werden. Den Ermittlern zufolge sollen hierfür bundesweit mehrere Lagerhallen angemietet worden sein, unter anderem in Abtswind (Landkreis Kitzingen). 

Dort sollen die Brückendämpfer geöffnet und das Kokain entnommen worden sein. Die Anklage geht von einer Kokain-Menge von 1,4 Tonnen aus, die so nach Deutschland gelangt ist. Das kristalline Pulver Kokain wird aus Blättern des südamerikanischen Kokastrauchs (Erythroxylon coca) gewonnen. Viele Konsumenten schnupfen es, Kokain kann aber auch aufgelöst in die Venen gespritzt oder in anderer Verarbeitung (Crack) geraucht werden. Es macht schnell abhängig. Kokain steigert kurz Konzentrationsfähigkeit und Leistung, lässt Hunger, Ermüdung und Ängste verschwinden. Psychische Folgen sind auch extreme Ruhelosigkeit, Angstzustände und Wahnvorstellungen. Eine Überdosis kann zum Tod führen.

Im vergangenen Juli hatte ein Landwirt die Polizei gerufen, weil er an einer abgelegen stehenden Halle an der Autobahn 3 im Landkreis Kitzingen mehrere verdächtige, teils vermummte Menschen bemerkt hatte, die bei seinem Anblick davonfuhren. Dennoch trafen die Beamten in und vor der vermieteten Halle noch zwei Männer an. Dazu entdeckten sie vier Fahrzeuge mit überwiegend französischen Kennzeichen sowie mehrere Paletten mit auffallend geformten Metallbehältern, wovon einer erkennbar ein Pulver enthielt.

Die Beamten gingen deshalb zunächst davon aus, dass ihnen Geldautomatensprenger ins Netz gegangen sein könnten. Doch der Verdacht auf Sprengstoff ließ sich schnell ausräumen, stattdessen schlug ein Drogenspürhund an: In einem Teil der 20 Behälter befanden sich 200 Kilogramm Kokain. Die beiden Männer, der 49-jährige Schweizer und der 26-jährige Franzose, wurden festgenommen. Wenige Minuten später nahmen Polizeikräfte zudem an der nah gelegenen Anschlussstelle Wiesentheid den 19-jährigen Franzosen fest.

Ursprungsmeldung: Fränkischer Landwirt führt Polizei zu 300 Kilo Kokain

Dank eines aufmerksamen Landwirts hat die Polizei im unterfränkischen Abtswind satte 300 Kilogramm Kokain sichergestellt und mehrere mutmaßliche Drogenhändler festgenommen. Nach dem Drogen-Fund in einer Halle sind die Ermittler auf ein weiteres Versteck gestoßen. "In einem der Autos in der Halle war ein professionelles Schmuggelversteck", sagte ein Sprecher des Landeskriminalamtes (LKA) in München. "Da wurden am Donnerstag nochmal 100 Kilo Kokain gefunden." Der Bande ging demnach Ware im Wert von ungefähr fünfzehn Millionen Euro flöten. 

"Das ist schon ein beachtlicher Schlag", kommentierte der LKA-Sprecher. Zwar habe es in der Vergangenheit schon größere Kokain-Funde gegeben, dass die Polizei bei einer solchen Menge aber zugleich Verdächtige festnehmen könne, sei selten. 

Drogendealer statt Geldautomaten-Sprenger im Kreis Kitzingen - Kokain-Fund noch größer als gedacht

Der Landwirt hatte am Montagabend die Polizei informiert, weil er an einer einsam und abgelegen stehenden Halle unmittelbar an der Autobahn 3 im Landkreis Kitzingen mehrere verdächtige, teils vermummte Menschen bemerkt hatte, die bei seinem Anblick schnell davonfuhren. Der Zeuge hielt die Unbekannten offenbar für Geldautomaten-Sprenger und alarmierte die Polizei. Die Streifenbesatzungen trafen in und vor der vermieteten Halle noch zwei Männer an. Dazu entdeckten sie vier Fahrzeuge - drei mit französischen und eines mit deutschen Kennzeichen - sowie mehrere Paletten mit auffallend geformten Metallbehältern, wovon einer erkennbar ein dunkles Pulver enthielt.

Die Beamten gingen ebenfalls zunächst davon aus, dass ihnen Geldautomaten-Sprenger ins Netz gegangen sein könnten. Doch der Verdacht auf Sprengstoff ließ sich schnell ausräumen, stattdessen schlug ein Drogenspürhund an: In einem Teil der 20 Behälter befanden sich 200 Kilogramm Kokain. Die beiden Männer, ein 49-jähriger Schweizer und ein 25-jähriger Franzose, wurden festgenommen.

Wenige Minuten später nahmen Polizeikräfte zudem an der nah gelegenen Anschlussstelle Wiesentheid einen 19-jährigen Franzosen fest, der mit einem Sportwagen mit ebenfalls französischem Kennzeichen unterwegs war. Alle drei Verdächtigen sitzen inzwischen in Untersuchungshaft. Die Ermittlungsgruppe geht aber davon aus, dass es noch weitere Beteiligte und Hinterleute gibt. Die internationalen Ermittlungen laufen bereits.

Bei Durchsuchungen der Halle und der Autos seien die Fahnder nun noch auf weitere 100 Kilogramm Kokain gestoßen, berichtete der Bayerische Rundfunk am Freitag (25. Juli 2025). In Summe wurden damit jetzt gut 300 Kilogramm Kokain gefunden. Weitere Festnahmen habe es aber nicht gegeben, berichtet der BR. Laut LKA entdeckten die Ermittler bei der Durchsuchung eines der sichergestellten Fahrzeuge ein professionelles Schmuggelversteck.