Beim Picknick mit Streichquartett im Ambiente des Sieboldgartens hatte der Kreisverband mit Lisa Badum, Kerstin Celina und Patrick Friedl gleich drei Bundes- beziehungsweise Landtagsabgeordnete von Bündnis 90/Die Grünen zu Gast. Kernthemen des "Green Dinner" waren die Beschleunigung der Energiewende und eine stärkere Bürgerbeteiligung. Folgende Informationen sind einer Pressemitteilung der Grünen entnommen.

MdB Lisa Badum, Vorsitzende des Ausschusses für internationale Klima- und Energiepolitik, erläuterte das „Osterpaket“ der Bundesregierung. Dieses energiepolitische Gesetzesvorhaben beinhaltet 56 Einzelgesetze, die den Ausbau erneuerbarer Energien wie nie zuvor beschleunigen sollen. Badum: „Die Bundesregierung setzt den Rahmen, damit wir vor Ort die Energiewende umsetzen können. Nun heißt es: Gemeinsam anpacken, auch hier in Bayern!“ Im Fokus steht die gemeinschaftliche lokale Versorgung. Da die Auflagen für Bürgerenergiegenossenschaften mit sehr hohem finanziellem Risiko verbunden waren, wurden diese Hürden deutlich erleichtert. Weitere Verbesserungen sollen folgen. Badum: „Angedacht ist eine verpflichtende Bürgerbeteiligung, ein Fonds zur Risikoabsicherung und ein Energieeffizienzgesetz. Für Photovoltaikanlagen, die voll einspeisen, wird es höhere Vergütungen geben, um das Potenzial der Dächer vollständig zu nutzen.“ Die Botschaft der Grünen Energieexpertin: „Alle haben erkannt, dass die Erneuerbaren ein regionaler Stabilitätsanker und sicherheitspolitischer Vorteil sind. Wenn die Energie-Revolution sich voll entfalten soll, müssen wir jetzt Brücken bauen zwischen Kommunen, Bund und Land!“

MdL Patrick Friedl, Sprecher für Naturschutz und Klimaanpassung der Grünen Fraktion, erinnerte daran, dass die Energiewende in Bayern schon vor 20 Jahren gut anlief, die Kommunen aber „systematisch von der CSU ausgebremst wurden". Den Schlüssel zum Erfolg sieht Friedl vor allem darin, den Menschen aufzuzeigen: "Das, was jetzt kommt, ist verlässlich, die Rahmenbedingungen auf Dauer angelegt!" Die Kommunen haben die Chance, über den eigenen Bedarf hinaus Energie zu erzeugen. Friedl: "Dabei bitte nicht nur an Stromerzeugung, sondern auch an den Nahwärmebereich denken!“ Die Grünen Unterfranken hatten sich in einer Resolution zur Unterstützung von Bürgerenergiegenossenschaften in unterfränkischen Kommunen ausgesprochen. Für Menschen, die investieren wollen, sollen Kommunen Hilfe leisten und Flächen zur Verfügung stellen.