Gemeinde schafft im Ortskern Baumöglichkeiten

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Bürgermeister Heinz Dorsch überreichte an Gerhard Stöcker, Karl Vollgärtner und Manfred Danner (von links) Dankurkunden des Amtes für ländliche Entwicklung.
Foto: Gerhard Krämer

Bürgermeister verteidigt Kauf und Abriss eines alten Hauses in Seinsheim

Bei der Bürgerversammlung in Tiefenstockheim waren 15 Bürger und fünf Gemeinderäte gekommen, weswegen Seinsheims Bürgermeister Heinz Dorsch laut darüber nachdachte, ob es nicht sinnvoller sei, eine Bürgerversammlung für alle vier Ortsteile zu halten. Denn auch bei den Amtsstunden kämen im Jahr immer weniger Besucher. Von 2010 mit 239 Besuchern sei die Zahl – mit Ausnahme von 2010 mit 247 Besuchern – kontinuierlich gesunken. 2017 seien es 142 gewesen.

Die Ortskerne zu erhalten und wieder zu besiedeln sei ein Anliegen des Gemeinderats, betonte Bürgermeister Heinz Dorsch. Deswegen habe man in Seinsheim auch ein Anwesen in der Schwarzenberger Straße gekauft, das alte Wohngebäude abgerissen und das Grundstück als Bauplatz verkauft. Dies hinterfragte ein Bürger genauer, als er wissen wollte, was das die Gemeinde gekostet habe, weil sie ja auch den Abriss gezahlt habe. Im Prinzip sei das Null auf Null ausgegangen, sagt Dorsch. Es sei richtig gewesen, dieses Objekt zu erwerben, um selbst entscheiden zu können, was geschieht. So werde ein neues Haus Haus gebaut und der Gehweg habe an dieser Stelle auch verbreitert werden können.

Kritisch äußerte sich der gleiche Bürger zur Grünpflege in der Gemeinde, die ihm im Vergleich zu den Nachbargemeinden zu gering sei. „Was gemacht werden muss, wird gemacht“, versicherte der Bürgermeister.

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Andere Besucher der Bürgerversammlung wollten wissen, weshalb in Tiefenstockheim Salz auf hohen Schnee gestreut wurde, weil dies unnötig sei, weswegen die Gemeinde an den Tierschutzverein einen Zuschuss bezahle, warum nicht mit Willanzheim zusammen ein Archivraum gebaut werden könnte und was die Gemeinde gegen die Hundehaufen zu tun gedenke, da man für einige Wege Flügel bräuchte. Zu Letzterem könne man nur an die Hundehalter appellieren, meinte Dorsch. Gegen ein gemeinsames Archiv habe er persönlich nichts, befürchtet aber, dass ein solcher Vorstoß an den Befindlichkeiten einiger Leute scheitern werde.

Bürgermeister Heinz Dorsch rief den Besuchern noch die Investitionen des vergangenen Jahres in Tiefenstockheim in Erinnerung, zum Beispiel die Sanierung des Kirchturms mit 123 500 Euro, die Sanierung der Friedhofsmauer (10 000 Euro) oder den Bau der Aussegnungshalle (55 000 Euro).

Da am 15. September im Seinsheimer Jugendheim „40 Jahre Großgemeinde“ gefeiert werden soll, bat er die Bürger, ihm bei der Suche nach Fotos aus den Jahren 1978 bis 1990 behilflich zu sein und ihm solche aus der Gemeinde zur Verfügung zu stellen.

Während der Bürgerversammlung ehrte Dorsch anwesende ehemalige Vorstandsmitglieder der Teilnehmergemeinschaft „Tiefenstockheim Projekt 2“. Denn das 1982 begonnene Flurneuordnungsverfahren sei 2018 abgeschlossen worden. „Besondere Verdienste um die Ländliche Entwicklung bei der Durchführung des Dorf- und Flurneuordnungsverfahren“ erwarben sich Manfred Danner, Karl Vollgärtner, Gerhard Stöcker, Alfred Pfeufer, Franz Schubert, Hermann Pfeuffer, Rudolf Müller, Herbert Morgenroth und Heinz Dorsch.