Die Fritsch Bakery Technologies GmbH und Co. KG mit Hauptsitz in Markt Einersheim will bis zum Jahr 2025 rund 50 Stellen abbauen. Das hat das Unternehmen am Donnerstag in einer Pressemitteilung angekündigt. Auf betriebsbedingte Kündigungen solle dabei verzichtet werden, Fritsch setze auf ein "sozial verträgliches Freiwilligenprogramm".

Seit 2019 gehört Fritsch zur Multivac Group, einem der weltweit führenden Anbieter von Verpackungslösungen für Lebensmittel aller Art, Life-Science- und Healthcare-Produkte sowie Industriegüter. Bei der insolvenzbedingten Übernahme der Fritsch GmbH vor über einem Jahr seien weitestgehend alle Mitarbeiter wie auch alle bestehenden Verträge übernommen worden, informiert das Unternehmen. Ein nachhaltiger Verbesserungs- und Restrukturierungsprozess sei zeitnah auf den Weg gebracht worden - mit positiven Ergebnissen. Auf Grund der schwierigen Wirtschaftslage der Branche in Folge der Corona-Pandemie sieht sich das Unternehmen nun jedoch gezwungen, etwa zehn Prozent des Personals abzubauen.

„Die Bäckereibranche ist speziell im handwerklichen und mittelständischen Bereich aufgrund von Corona sehr zurückhaltend mit Investitionen. Dies führt zwangsläufig dazu, dass wir, stark bedingt durch dieses momentan schwierige Marktumfeld, nicht schnell genug auf einen nachhaltig gesunden Weg für das Unternehmen kommen“, werden die Geschäftsführer Andreas Eyd und Frank Gabriel in der Pressemitteilung zitiert. Gemeinsam mit dem Multivac-Konzern sei man bei Fritsch zu dem Entschluss gekommen, dass Handlungsbedarf "zur nachhaltigen Zukunftssicherung" von Fritsch bestehe. Der "strukturelle Abbau" von Stellen sei "unumgänglich".

Mitarbeitern, die kurz vor der Rente stehen, werde nun ein "attraktives Altersausstiegsmodell" angeboten, erklärt das Unternehmen. Betroffen sind jedoch auch andere Altersgruppen: Auslernende Auszubildende werden vorerst nicht übernommen, befristete Verträge nicht verlängert. Jedoch werde diesen Mitarbeitern "nach Möglichkeit" eine Perspektive in einer anderen Gesellschaft der Multivac-Gruppe angeboten.

Trotz der schwierigen Situation blicken die Geschäftsführer von Fritsch zuversichtlich in die Zukunft: „Wir glauben weiterhin an die Produktivitätssteigerung des Unternehmens sowie an unsere Wachstumsstrategie. Einige Erfolge bei wichtigen Projekten im In- und Ausland in der jüngeren Vergangenheit bestätigen uns, dass Kunden Fritsch-Lösungen vertrauen und wir an unseren Wachstumsszenarien festhalten können“, werden Andreas Eyd und Frank Gabriel in der Mitteilung abschließend zitiert.