Es sieht aus wie nach einem Bombenangriff. Die ehemalige Cafeteria im Freibad auf der Mondseeinsel ist nicht mehr wiederzuerkennen. Holzlatten, Teile der ehemaligen Theke, Steine, Reste der Isolierung der alten Kühlräume liegen herum. Die Türen sind herausgerissen und unten vor dem Gebäude stehen Container, gefüllt mit Bauschutt.

Der Grund für das optische Tohuwabohu ist eine Generalssanierung, berichten die beiden Geschäftsführer der Stadtbetriebe Kitzingen GmbH, Norbert Brand und Bernhard Weber. 1955 wurde das Freibad eröffnet und seither haben sich Generation von Schwimmbadbesuchern in der Cafeteria mit Eis, Süßigkeiten, Pommes, Wurstbrötchen und Getränken versorgt. Inzwischen war das Lokal sichtbar in die Jahre gekommen, die Technik veraltet, die Stromversorgung längst an der Grenze ihrer Leistungsfähigkeit angelangt. Auch Küche, Kühlräume und sanitäre Anlagen entsprachen nicht mehr heutigen Standards.

Neuer Thekenbereich

Da die langjährige Pächterin Maria Schuster mit Abschluss der Badesaison des vergangenen Jahres, nach 22 Jahren, in den Ruhestand gegangen war lag es nahe, die Cafeteria einer Generalsanierung zu unterziehen, erklärt Weber. Rund 300 000 Euro wollen die Stadtbetriebe für die Rundumerneuerung in die Hand nehmen. Geplant ist der Einbau neuer Fenster, die Umgestaltung des Thekenbereichs und der Küche, die Schaffung von Kühlräumen für Lebensmittel und Getränke, die Verlegung neuer Elektroleitungen und eines neuen Fußbodens.

Dort, wo sich die seit Jahren ungenutzte Pächterwohnung befand, werden ein Umkleide- und ein Aufenthaltsraum für das Personal, eine Personaltoilette, ein behindertengerechtes Klo sowie Lagerräume für die Terrassenmöbel und für Lebensmittel eingebaut. Die „Bratwurst- und Pommes-Bude“ auf der Terrasse wird abgerissen. Stattdessen werden die vor allem bei Kindern begehrten Sattmacher in Zukunft durch ein neues Schiebefenster neben der Eingangstür verkauft.

Eine Bereicherung für die Besucher wird ein Aufzug der sowohl für den Waren- als auch den Personentransport geeignet ist. Damit wird der Zugang zur Cafeteria und zu der bei Besuchern beliebten Sonnenterrasse behindertengerecht erschlossen, erklärte Brand. Was jetzt noch fehlt, ist laut Brand und Weber ein kompetenter und engagierter Pächter, der für die fünf Monate, in denen das Freibad geöffnet hat, die Bewirtschaftung übernimmt.

Dass der wirtschaftliche Erfolg nicht nur vom persönlichen Einsatz, sondern auch vom Wetter abhängig ist, weiß man bei den Stadtbetrieben und hofft den oder die richtige Betreiber/in zu finden.

Informationen findet man dazu im Internet unter www.aqua-sole/freibad.html. Angefordert werden können die Unterlagen auch schriftlich bei den Stadtbetrieben GmbH Kitzingen, Schweizergasse 3.