Zum 30. Mal hat der Verband für landwirtschaftliche Fachbildung in Bayern (vlf) zum Fortbildungstag für Frauen eingeladen. Rund 200 Besucherinnen waren der Einladung am Donnerstag in die Karl-Knauf-Halle Iphofen gefolgt.
Zum 30. Mal hat der Verband für landwirtschaftliche Fachbildung in Bayern (vlf) zum Fortbildungstag für Frauen eingeladen. Rund 200 Besucherinnen waren der Einladung am Donnerstag in die Karl-Knauf-Halle Iphofen gefolgt.
Harald Schäfer, vlf-Bezirksvorsitzender Unterfranken, gratulierte dem Organisationsteam zu dem erfolgreichen 30. vlf-Frauentag und wünschte der seit Jahren von Geschäftsführer Herbert Lang geprägten Veranstaltung, dass es eine „never-ending-story“ (niemals endende Geschichte) werde.
Dann überraschte er die vlf-Frauenbeauftragte des Bezirks Unterfranken Nicole Ott und ihre Vorgängerinnen Heidi Schick, Emmy Schoch und Hildegard Schlegel mit einem Blumenstrauß. Denkanstöße zum ausgeprägten Ego-Kult der Gegenwart gab Philosoph und Buchautor Christoph Quarch in seinem Vortrag „Raus aus der Ego-Falle“. Mittags informierte Fachapothekerin Andrea Thüring in ihrem Vortrag „Zu Risiken und Nebenwirkungen“, wie jeder selbst einen Therapieerfolg bei Medikamenteneinnahme steigern und mehr Lebensqualität gewinnen kann.
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Nicole Ott, zweite Vorsitzende im Bezirksverband Unterfranken, begrüßte die Gäste des vlf-Frauentages. Vor dreißig Jahren war die Tagesveranstaltung als „Unternehmerinnenseminar“ gestartet. Rund 30 junge Bäuerinnen sahen sich damals der Herausforderung gegenübergestellt, Verantwortung in der Betriebsleitung von Familienbetrieben mit ihren traditionellen Aufgabenbereichen „Kinder, Küche, Kirche“ zu vereinbaren.
Thema der ersten Fachfortbildung war daher die Überlastung von Bäuerinnen und Konsequenzen für Haushalt, Familie und Betrieb. Seitdem war der Zuspruch zu dem Seminartag Jahr für Jahr gewachsen. Neben betrieblichen Themen, zum Beispiel „Einkommensalternativen“ oder „Altersvorsorge“ kamen Informationen zur Persönlichkeitsentwicklung, wie „Erfolgreich ohne auszubrennen“ oder „Genussvoll mitten im Leben: Bewusst essen, täglich bewegen“.
Die Fachvorträge zu verschiedenen Themen, die die persönliche, soziale und methodische Kompetenz (genannt „soft-skills“, „weiche“ Fähigkeiten) der Frauen stärke, seien von Anfang an der Erfolgsfaktor dieser Veranstaltung, sagte Harald Schäfer. Inzwischen sei allgemein anerkannt: „Soft-skills sind der Schlüssel zu einem erfolgreichen Leben“. Dass die Fachvorträge zur Verbesserung der Lebensqualität und zur Stärkung der Dorfgemeinschaft sehr wichtig seien, bestätigte Ludwig Weigand, zweiter Bürgermeister der Stadt Iphofen, wo die Veranstaltung seit 17 Jahren stattfindet.
Angelika Haaf von der katholischen Familienberatung machte auf das Angebot der Beratungsstelle in Würzburg aufmerksam. Katharina Landauer vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Karlstadt stellte das Berufsbild der Hauswirtschaft vor und war am Informationsstand im Eingangsbereich Ansprechpartnerin für interessierte Besucherinnen.