Ganz Marktbreit war am Dienstag von Narren bevölkert. Und natürlich spielte das geplante Römertor beim Umzug eine Hauptrolle. Wie viele andere hat sich Gernot Stratenberg dafür mächtig ins Zeug gelegt.
Absoluter Höhepunkt des närrischen Treibens im südlichen Landkreis war gestern der traditionelle Faschingsumzug in Marktbreit. Seit 39 Jahren wird dieser vom SC Marktbreit ausgerichtet - und neben dem großen Landkreisumzug in Dettelbach ist er sicherlich das Beste, was der Faschingsdienstag an Narretei zu bieten hat.
Keine Frage, dass in diesem Jahr auch das zurzeit im Stadtrat heiß diskutierte Römertor durch die Straßen rollte. Das geplante Tor auf dem Kapellenberg sollte - nach närrischer Meinung der CSU - mit einem Sessellift für die Touristen erreichbar sein, so wie es vor 25 Jahren schon einmal ernsthaft geplant war. Besonders Gernot Stratenberg war so voll Eifer, den Wagen zu entwerfen, dass er ihn fast alleine aufbaute und seine römischen Kollegen am Samstag leichtes Spiel mit der Endkonstruktion hatten. Ganz klar, dass hoch oben auf dem "Römerwagen" der Marktbreiter CSU deren Frontmann Bürgermeister Erich Hegwein thronte. Ziehen ließ er sich von seiner Stellvertreterin Martina Michel auf dem Bulldog. Mit Kamellen warfen vom "Steitwagen" unter anderem die Stadträte Jürgen Huthöfer und Gernot Stratenberg.
Feiern bis zum Abwinken
Den Narren-Tross führte wie üblich der Frontwagen des Sportclubs an. Ehrenvorsitzender Gerhard Weigand und Vorsitzender Karl-Heinz Kickiernicki heizten gemeinsam und mit aller Kraft die Stimmung an. 20 Wagen und allerlei "Fußvolk" aus der Verwaltungsgemeinschaft zogen unter dem Beifall der vielen Tausend Gäste durch die Altstadt zum Bahnhof und durch die Bachgasse zurück bis zum Ziel - dem Lagerhaus, wo bis zum Abwinken weiter gefeiert wurde.
Marktsteft schickte sein bewährtes Damenballett auf die Piste, das wieder "unter dem Leuchtturm von der Nordseeküste schwärmte" und ansonsten heiße Samba-Rhythmen auf das Marktbreiter Pflaster legte. Seinsheim glänzte besonders durch seine Prinzengarde, Gnodstadt träumte von der Teilnahme an der Olympiade im Bobfahren und der Marktbreiter Hockeyverein kam diesmal eiskalt mit dem Motto: Be cool, play Hockey.