Das Polizeipräsidium Mittelfranken hat eine Reihe an schlimmen Unfallbildern veröffentlicht. Der Grund für die Crashs ist immer der gleiche.
"DUentscheidest - Kein Alkohol am Steuer", lautet der Name einer neuen Kampagne der Polizei Mittelfranken. In einem Post von Freitag (10. Juli 2026) schreiben die Beamten: "Eure Sicherheit liegt uns am Herzen, und deshalb möchten wir das Thema Alkohol am Steuer in den Fokus rücken". Bereits am Donnerstag (9. Juli 2026) machte die Polizeibehörde mit einem eindrücklichen Facebook-Beitrag auf die Gefahr aufmerksam.
Zu sehen sind darin "echte Bilder von tragischen Unfällen", die durch den Konsum von Alkohol verursacht wurden. Durch die Kampagne soll eine Sache ganz klar werden, erklärt ein Sprecher der Polizei Mittelfranken: "Unter Einfluss berauschender Mittel gefährdet man nicht nur das eigene Leben, sondern auch das von anderen".
Polizei Mittelfranken mit Appell: "Jedes zerstörte Leben könnte vermieden werden"
Zu den Unfallbildern schreibt die Polizeibehörde: "Diese Aufnahmen sollen ein Weckruf sein. Jeder Unfall, jedes zerstörte Leben könnte vermieden werden, wenn bewusst auf Alkohol am Steuer verzichtet wird". Durch die Auswirkungen der Droge auf den Körper erhöhe sich das Risiko tragischer Unfälle. Bereits nach einem Schluck könnte das Gleichgewicht gestört oder die Reaktionszeit verlangsamt sein. Demnach sei die eigene Entscheidung, unter Alkoholeinfluss zu fahren oder nicht, der potenzielle Unterschied zwischen Leben und Tod.
Die Beamten weisen außerdem auf die zahlreichen Alternativen wie Fahrgemeinschaften, öffentliche Verkehrsmittel sowie Taxi- oder Fahrdienste hin und rufen dazu auf, die Bilder zu teilen, um Familie, Freunde und Bekannte auf das Thema aufmerksam zu machen. Der Pressesprecher der Polizei Mittelfranken ergänzt überdies die besonderen Regelungen für Fahranfänger: "Man darf nicht vergessen, dass da 0,0 Promille zählen. Bei 0,1 ist der Schein schon weg".
Die gleichen Promillegrenzen wie beim Autofahren gelten übrigens auch auf E-Scootern, fügt der Beamte hinzu. Generell gilt: "Kein Alkohol, wenn ihr plant, euch ans Steuer zu setzen. Es gibt keine Ausreden, die die Gefahr von Trunkenheit am Steuer rechtfertigen". Nach Angaben des Polizeisprechers gibt es neben Alkohol jedoch noch weitere Rauschmittel, die die Fahrtüchtigkeit beeinflussen.
Nicht nur Alkohol ist gefährlich im Straßenverkehr: "Gilt für sämtliche Rauschmittel"
Während sich die Kampagne der mittelfränkischen Polizei auf Alkohol fokussiert, weist der Sprecher der Behörde im Interview allerdings auch noch auf weitere Gefahren hin. "Die Gefährdung von Leben gilt nicht nur für Alkohol am Steuer, das gilt für sämtliche Rauschmittel", erklärt er. Vor allem geht er auf den legalen Konsum von Cannabis ein. Dies wirke anders als Alkohol, der sich vergleichsweise schnell wieder abbaue.
"Bei Cannabis ist das anders. Wenn man zum Beispiel am Freitag konsumiert, kann man am Montag eventuell immer noch unter dem Einfluss stehen", erklärt er. Deshalb solle man sich Gedanken machen, wann man konsumiert, wenn man weiß, dass man bald Auto fahren muss. Am Ende gelte jedoch, egal ob Alkohol oder andere Rauschmittel: "Am Straßenverkehr sollte man immer nüchtern und clean teilnehmen".