Rund 70 Interessierte kamen zur Bürgerversammlung neben dem Schützenhaus in Dornheim. Bürgermeister Dieter Lenzer arbeitete dazu eine Liste mit 13 Anfragen ab.

Die Geschwindigkeitsreduzierung auf 30 km/h sowie eine Vorfahrtregelung rechts vor links will das Stadtoberhaupt bei der nächsten Verkehrsschau thematisieren. Geprüft wird auch eine von Michael Klein jun. angeregte Verlegung der Bushaltestelle zum Rathausplatz mit zusätzlicher Fläche, um dort durch Schwerlastverkehr gefährdeten herumtobenden Kindern mehr Sicherheit zu bieten.

Er sagte Susanne Eyrich zu, dass der Kinderspielplatz gesäubert und der Sand ausgetauscht werde. Das Holzgeländer am Fußweg in der Dorfleite wird, wie von Ursula Berninger vorgeschlagen, vom Bauhof repariert oder erneuert.

Über die mangelnde Pflege der Soldatengräber im Limpurger Forst beklagte sich Barbara Alt. Die Erneuerung der Umfassung sei mehrfach zugesagt worden, aber es sei nichts passiert. Der Bürgermeister sagte zu, sich darum zu kümmern.

Zustand der Straße moniert

Er wird sich auch um die Sanierung der Altmannshäuser Straße kümmern, deren Zustand Sven Eyrich monierte. Lenzer gab aber zu bedenken, dass die nicht erschlossene Straße zwar befahrbar hergerichtet werden könne, der Ausbau aber zu 90 Prozent auf die Anlieger umzulegen wäre.

In einer weiteren Anfrage trug Eyrich das Wildparken von Wandertouristen im ganzen Dorf vor. Die Stadt hat bereits eine Lösung gefunden und wird am linken Ortsausgang Richtung Altmannshausen einen Wanderparkplatz einrichten. Dort soll dann auch die Traumrunde starten.

Lenzer will bei der Fernwasserversorgung Franken nachfragen, weshalb der Härtegrad des Wassers von zunächst 16 auf 25 Grad angestiegen ist und er berichtete, dass die Sammlung des Heimatforschers Karl Alt im Stadtteil Dornheim im evangelischen Gemeindehaus untergebracht wird. Derzeit befinden sich noch einige Stücke in der Ausstellung im Knauf-Museum. Wenn die in die Sammlung integriert sind, soll es eine offizielle Eröffnung geben.

Koffer erinnern an Deportationen

Der Landkreis wird die Straßendecke und Entwässerungsrinnen in der Altmannshäuser Straße sanieren. Die Arbeiten will die Stadt nutzen, um die Seitenbereiche neu anzulegen und die Glasfaserverlegung vorzubereiten. Die Bushaltestelle wird dabei barrierefrei. Die Kosten bewegen sich um 243 000 Euro. Die weiteren Kosten für die Glasfaservorbereitung liegen bei 150 000 Euro, für die aber Fördermittel kommen, sobald das Glasfaserkabel eingezogen wurde.

Die Stadtteile Dornheim und Nenzenheim beteiligen sich am Projekt "DenkOrt Deportationen 1941-1944" der Mittelschule Iphofen. Zusammen mit dem Künstler Sascha Fidyka schufen Schulkinder vier Koffer, von denen je einer in den Stadtteilen und vor dem Würzburger Hauptbahnhof zur Erinnerungen an Deportationen aufgestellt werden soll.

Abschließend ließ der Bürgermeister wissen, dass zwischen den Stadtteilen Dornheim und Hellmitzheim eine neue Grabungskampagne der Universität Jena anlaufe.