Die beste Schülerzeitung Bayerns kommt vom Egbert-Gymnasium: Die Redaktion des Magazins "PEERplus" errang beim "Blattmacher-Wettbewerb" von Süddeutscher Zeitung, dem Kultusministerium und der Nemetschek-Stiftung den ersten Platz. Prämiert wurde die Ausgabe vom letzten März, die unter dem Titelthema "Alles gut?" unter anderem die Lage der beiden Kirchen kritisch beleuchtete und Auswege aus der Krise aufzeigte. Das Heft des Camerloher Gymnasiums Freising landete auf dem zweiten Platz, der "Blickkontakt" des "Von Müller-Gymnasiums" Regensburg auf Platz drei.

Der erste Platz ist mit einem Preisgeld von 500 Euro verbunden. Außerdem wird die Siegerredaktion Mitglied im "Club der Besten", was bedeutet, dass sie im kommenden Schuljahr einen Workshop mit Journalisten der Süddeutschen Zeitung absolvieren darf. Hinzu kommt, dass "PEERplus" im nächsten Wettbewerbsjahr Teil der Jury sein wird, die dann die besten Magazine auswählt.

Die Staatssekretärin im Kultusministerium, Anna Stolz, überreichte den Schülern aus Münsterschwarzach den Preis im Verlagsgebäude der SZ in München und sprach den Schülern großes Lob und große Anerkennung aus. Sie erinnerte sich an ihre eigene Schülerzeitungsarbeit und sah große qualitative Unterschiede zwischen damals und heute: "Wir waren Amateure, ihr seid Profis." In der Laudatio hieß es: "Unter der Leitfrage ´Alles gut?´ hat es die Redaktion geschafft, ein breites Themenspektrum zu versammeln. Vom neuen Schultrakt über den Irland-Aufenthalt einer Schülerin bis hin zum Zustand der katholischen Kirche: Das Heft ist nicht nur leserfreundlich gelayoutet, sondern auch reif, frech und meinungsstark. Dabei vollbringt es das Kunststück, gesellschaftlich diskutierte Themen wie den Umgang mit Pferden oder die "Rettung" der Bienen auf das eigene Umfeld zu münzen. Am Schluss steht die Erkenntnis: Es ist zwar nie wirklich ´alles gut´ - aber auch längst nicht alles so schlecht, wie es scheint."

Auch Landtagspräsidentin Ilse Aigner gratulierte den diesjährigen Siegerteams: "In Schülerzeitungen bringt jede und jeder Einzelne die eigenen Stärken ein: Der eine kann gut mit Worten umgehen, die andere hat kreative Ideen und wieder andere sind technisch begabt. Gleichzeitig müssen alle miteinander arbeiten und gemeinsam entscheiden. Neben der Stärkung von Teamfähigkeit und Gemeinschaftssinn leisten Schülerzeitungsredaktionen aber auch einen großartigen Beitrag zur politischen Bildung und zur Demokratieerziehung an unseren bayerischen Schulen. Darum danke ich im Namen des Bayerischen Landtags allen Schülerinnen und Schülern, die teilgenommen haben, und den betreuenden Lehrkräften für ihr Engagement! Den Siegerinnen und Siegern gratuliere ich herzlich zu ihrem Erfolg!", so die Pressemitteilung des Kultusministeriums.

Von: Reinhard Klos (Mitarbeiter in der Schulleitung, Egbert-Gymnasium Münsterschwarzach)