Kurz vor Mitternacht wurde die Feuerwehr zu einem Lkw-Brand auf der A3 zwischen den Ausfahrten Geiselwind und Wiesentheid in Fahrtrichtung Nürnberg alarmiert. Wie sich herausstellte, hatte der Tiertransporter etwa 700 Schweine geladen - beim Eintreffen der Einsatzkräfte rannten bereits erste Tiere über die Fahrbahn. So berichtet es Christoph Dülch, Kommandant der Feuerwehr Stadtschwarzach, an der Unfallstelle.

Mithilfe von Bauzäunen wurde auf der Autobahn ein provisorisches Gehege errichtet. Etwa 30 verletzte Tiere mussten nach veterinärmedizinischer Einschätzung von einem hinzugerufenen Metzger, vereinzelt auch durch die Polizei erlegt und damit von ihrem Leiden erlöst werden. Dem Ermittlungsstand der Polizei zufolge verloren insgesamt rund 80 Tiere ihr Leben. 

Schweine rennen nach Lkw-Brand über die A3

Neben der Verkehrspolizei befanden sich auch Streifenbesatzungen der Polizeiinspektion Kitzingen, die Freiwilligen Feuerwehren Wiesentheid, Stadtschwarzach, Abtswind, Rüdenhausen und Untersambach, die Autobahnmeisterei sowie das THW Kitzingen im Einsatz. Der ausgebrannte Tiertransportanhänger wurde von einem Abschleppunternehmen geborgen. Mit der Beseitigung der Tierkadaver wurde eine Spezialfirma beauftragt. Die überlebenden Ferkel wurden durch eine unterfränkische Viehtransportfirma abtransportiert. 
 
Zu Beginn des Einsatzes war die A3 in beide Richtungen komplett gesperrt. In Fahrtrichtung Nürnberg musste die Vollsperrung bis etwa 06.45 Uhr aufrechterhalten werden. Erst kurz vor 10.00 Uhr konnte die Fahrbahn wieder in Gänze für den Verkehr freigegeben werden. 
 
Nach ersten Ermittlungserkenntnissen der Verkehrspolizei Würzburg-Biebelried könnte ein defektes Radlager am Sattelanhänger des Tiertransporters brandursächlich gewesen sein.