Bürgerversammlung in Mainbernheim: Neues Leben für das Elfleins-Anwesen ist das größte Vorhaben

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Gut 70 Bürgerinnen und Bürger aus Mainbernheim waren zur ersten Bürgerversammlung nach der Corona-Pause in die Mehrzweckhalle gekommen.
Gerhard Krämer
Am TSV-Sportgelände ist ein Multifunktionsplatz für Rollerskates, Rollschuhe und Skateboards entstanden.
Gerhard Krämer

Von April 2019 bis heute reichte die Zeitspanne, die Bürgermeister Peter Kraus vor rund 70 Bürgerinnen und Bürgern in der Mehrzweckhalle Revue passieren ließ. Mit ihnen gab es dann nach dem gut 50-minütigen Rück- und Ausblick noch einen 20-minütigen konstruktiven Austausch.

Von April 2019 bis heute reichte die Zeitspanne, die Bürgermeister Peter Kraus vor rund 70 Bürgerinnen und Bürgern in der Mehrzweckhalle Revue passieren ließ. Mit ihnen gab es dann nach dem gut 50-minütigen Rück- und Ausblick noch einen 20-minütigen konstruktiven Austausch.

Kraus hatte sich für die Bürgerversammlung nicht ohne guten Grund für die große Mehrzweckhalle entschieden, hatte es doch jüngst nach einer Versammlung in einem kleineren Raum einige Corona-Fälle gegeben. Die Arbeit des Stadtrats und der Verwaltung aber habe Corona nicht ausgebremst, sagte Kraus. Keinen Stopp habe es auch bei den Entwicklungsmaßnahmen gegeben.

Kraus erinnerte an die Umgestaltungen am Oberen Tor, des Turngartens und des Kinderspielplatzes am Schützengarten. Mittlerweile sei auch am TSV-Sportgelände ein Multifunktionsplatz für Rollerskates, Rollschuhe und Skateboards entstanden. Abgeschlossen sei die Glasfaserversorgung für das Dürreseegebiet und die Aussiedlerhöfe. Ein weiterer Breitbandausbau sei geplant. Am Laufen seien die Kirchensanierung – der Turm gehört der Stadt – und die Sanierung der nordöstlichen Friedhofsmauer sowie der Kanzel.

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Unter dem Motto "Erfolgreiche Arbeit braucht gutes Personal und gutes Material" habe der Bauhof einen neuen Traktor bekommen. Auch eine Hebebühne sei angeschafft worden. Die Grundschule sei ebenfalls gut ausgestattet worden. Die digitale Ausstattung sei auf dem neuesten Stand. Was fehle, sei eine Schulleiterin oder ein Schulleiter. Stark zunehmen würden die Schülerzahlen bei der Nachmittagsbetreuung. Für nächstes Jahr gebe es über 90 Voranmeldungen, das seien rund zwei Drittel der Schülerinnen und Schüler.

Zum 1. Januar zählte die Stadt 2292 Einwohner. "Mainbernheim ist bunt", meinte der Bürgermeister, denn es gebe in diesem Jahr 319 Personen, die 35 Nationalitäten angehörten. 2021 sind elf Eheschließungen am Standesamt Mainbernheim beurkundet worden. Es hat 17 Geburten und 24 Sterbefälle gegeben. Zur finanziellen Situation der Stadt sagte Kraus, dass das Haushaltsvolumen der vergangenen Jahre stets gestiegen sei. Die Schulden seien kontinuierlich abgebaut worden.

In die 80er Jahre blickte Kraus zurück, als nach der Erneuerung der Ver- und Entsorgungsleitungen die Straßen in der Altstadt aus Kostengründen asphaltiert worden sind. Dies sollte "vorübergehend" sein mit dem Ziel einer späteren Neupflasterung. Das Provisorium bestehe jetzt seit fast 40 Jahren, sagte Kraus. Stück für Stück komme nun aber bei der Umgestaltung des Bereichs "Herrnstraße-Mitte" gut begehbares Pflaster in die Innenstadt.

Einen zeitnahen Baubeginn kündigte Kraus für die Umgestaltung der Kellergasse an. Heuer kommt auch noch der Bereich nordwestlicher Stadtmauerweg/Neugasse an die Reihe. Kraus erinnerte daran, dass es über das Kommunale Förderprogramm attraktive Angebote für Grundstückseigentümer in der Altstadt gebe. Es gebe wenig Leerstand, aber hohen Sanierungsbedarf. Thema für die Zukunft werde sein, sich über Photovoltaik und Solaranlagen in der Altstadt Gedanken zu machen.

Das größte Vorhaben der Stadt für die nächsten Jahre ist laut Kraus aber, in das Elfleins-Anwesen (Herrnstraße 35/37) neues Leben zu bringen. Dann werde es noch knapper mit Parkplätzen in der Innenstadt, befürchtete eine Bürgerin. Kraus versicherte, dass die Stadt nicht müde werde, Scheunen und Grundstücke erwerben zu wollen, um Parkplätze zu verwirklichen. Auch über den restlichen Bereich beim Elfleins-Anwesen verhandele man.

Auf die Bürgerfrage wegen der unterschiedlichen Brenndauer der Straßenlampen sagte Kraus, dass er dies mit dem Bauhof besprechen werden. Insbesondere war angeregt worden, im Goldgrubenweg wegen Veranstaltungen in der Mehrzweckhalle die Lampen länger brennen zu lassen. Weitere angesprochene Themen waren zu schnelles Fahren im Fröhstockheimer Weg und noch nicht sprudelnde Brunnen.

Fast ungläubig blickte Kraus in die Runde, doch weitere Fragen oder gar Beschwerden blieben aus. Den fragenden Blick des Bürgermeisters beantwortete ein Bürger: "Ihr habt halt gute Arbeit gemacht."