Lukas Pfeiffer ist der neue Kommandant der Schwarzenauer Feuerwehr. In der Hauptversammlung am Freitag im Haus der Gemeinschaft trat der bisherige Kommandant, Jens Günther, nicht mehr zu den Wahlen an. Günther leitete die aktiven Floriansjünger 18 Jahre erfolgreich. Zu Pfeiffers Stellvertreter wählten die Aktiven Benjamin Blaß.

Die Neuwahlen waren in personeller Hinsicht gut vorbereitet. Lediglich die Durchführung (schriftliche Wahl aller Posten) durch Bürgermeister Volker Schmitt dauerte aufgrund der Satzungsregelung lange. Vorsitzender des Feuerwehrvereins bleibt Maximilan Ruß, seine neue Stellvertreterin ist Laura Pfeiffer. Neu im Amt ist Schriftführerin Cornelia Ludwig, die nach 20 Jahren Thomas Pfriem ablöste. Auch der Posten des Kassenwarts wurde durch Theresa Scheidig neu besetzt. Zu Vertrauensleuten der Aktiven wurden Jürgen Niedner, Markus Ludwig, Jakob Pfeiffer, Jens Günther, Martin Pfriem und Volker Laudenbach gewählt. Kassenprüfer sind Martin Burger und Robert Pfeiffer. Die Jugendwarte Lena Hegler und Sophia Dörr.

Kreisbrandrat Dirk Albrecht zeichnete Markus Schmitt für 25 Jahre aktiven Feuerwehrdienst mit dem Ehrenzeichen in Silber aus. Die Ehrung für Stefan Hegler für 40 Jahre aktiven Feuerwehrdienst wird nachgeholt. Albrecht dankte der gesamten Wehr für ihren Einsatz. Lob gab es für den ausscheidenden Kommandanten, der seinem Nachfolger eine gut ausgebildete und ausgestattete Wehr übergebe, in der das Vereinsleben und die Kameradschaft voll intakt seien. "Der Geist in Schwarzenau stimmt einfach", betonte Bürgermeister Schmitt.

Beim verheerenden HQ150 Hochwasser im Juli 2021 sei deutlich geworden, dass die Zusammenarbeit der Wehren in ganz Schwarzach bestens funktioniere. Die Überschwemmungen nahmen auch einen Großteil in der Berichterstattung von Jens Günther ein. Die Schwarzenauer Floriansjünger waren vor allem im Industriegebiet Stadtschwarzach eingesetzt. Dort hatte der Silberbach weite Bereiche unter Wasser gesetzt. Die Einsatzkräfte mussten ferner zu einem Bootsunfall und einem Kaminbrand ausrücken.

Seit der letzten Hauptversammlung vor drei Jahren hatte die Wehr mit ihren 52 Aktiven, darunter zehn Frauen, 15 Einsätze. Zwölf Jugendliche und 38 passive Mitglieder gehören außerdem zum Verein, so Vorsitzender Ruß. Aufgrund der Corona Pandemie sei im Frühjahr 2020 das Vereinsleben auf nahezu null runtergefahren worden, lautete der Kern seines Rückblicks.