Kontinuität beim Tierschutzverein: Bei der Hauptversammlung wurde die Führungsriege des Vereins in ihren Ämtern bestätigt und es gab neue Zahlen aus dem Tierheim.
Kontinuität beim Kitzinger Tierschutzverein: Bei der Jahreshauptversammlung am Freitag wurde die bestehende Führungsriege des Vereins in ihren Ämtern bestätigt. „Die alten Böcke bleiben oben dran, aber es wird von unten nachgedrückt“, sagte der alte und neue Vorsitzende Gerd Menche.
Soll heißen: Zwar übernehmen die erfahrenen Führungskräfte nochmals die Verantwortung für die nächsten vier Jahre, doch gibt es Hoffnung auf Nachwuchs aus den eigenen Reihen. Mit dem stellvertretenden Schriftführer Daniel Hopfengart wurde der „Verjüngungsprozess“ eingeleitet.
Der 230 Mitglieder starke Verein hat, neben dem aktiven Tierschutz, eine Hauptaufgabe: Die Verwaltung des Tierheims, einzige solche Einrichtung im Landkreis. Eine wichtige Aufgabe, wie die Zahlen zeigen: Denn im vergangenen Jahr waren es 175 Hunde, die in der Kaltensondheimer Straße untergebracht waren. Rückläufig sind die Zahlen bei den Pensionshunden, etwa während des Urlaubs der Besitzer, mit 45. Abgegeben wurden 88 Hunde, die den Besitzern etwa zu viel wurden. 42 Hunde waren Fundhunde, von denen allerdings 39 von den Eigentümern wieder abgeholt wurden.
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Etwas anders das Bild bei den Katzen: Hier wurden 48 abgegeben und 115 gefunden, von denen wurden allerdings nur 18 wieder abgeholt. Während bei Hunden und Katzen die Zahlen im Heim weitgehend stabil sind, steigt der Anteil der Kleintiere mit 42 Abgabetieren und elf Fundtieren, von denen nur eines wieder vom Eigentümer abgeholt wurde. Und es gibt noch die Vögel im Tierheim, von denen zwei gefunden und einer wieder abgeholt wurde.
Kein Wunder also, dass das Tierheim im Mittelpunkt der Berichte stand. Denn neben dem Personal, das vom Verein getragen wird, sind es immer wieder Investitionen in die Liegenschaften, die das Vereinsbudget belasten, etwa in ein neues Carport als Unterstellhalle oder einen erneuerten Freilauf für die Hunde. Und hier gab es den besonderen Dank des Vorsitzenden für die „Gassigeher“, die sich täglich um die Hunde im Tierheim sorgen. Etwa 25 bis 30 Ehrenamtliche kümmern sich darum, dass die Tiere auch regelmäßig ausgeführt werden. Kitzingen hat zudem das einzige Tierheim Bayerns, das täglich zu bestimmten Zeiten geöffnet ist.
Dass der Verein und seine Einrichtung bei der Bevölkerung anerkannt ist, zeigen nicht zuletzt die Besucherzahlen des Herbstfestes und des Christbaumverkaufs, mit dem auch ein Teil der nötigen Finanzmittel rekrutiert wird. Zudem nehmen die Tierschützer zweimal jährlich an Tierbedarf-Flohmärkten teil.
Bei den Wahlen wurden Gerd Menche als Vorsitzender und Iris von Crailsheim als seine Vertreterin ebenso im Amt bestätigt, wie Schriftführerin Monika Pfenning und Kassier Helga Baumeister. Neu im Amt ist stellvertretender Schriftführer Daniel Hofengart sowie die Kassenprüferinnen Anja Weißmantel und Anette Speitel. Karlheinz Krehbiel wurde nach über 20 Jahren als Kassenprüfer verabschiedet.