Fränkischer Olympia-Teilnehmer bei Prügel-Attacke brutal verletzt - jetzt ermittelt die Polizei

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Prügelattacke auf Hofer Judo-Star Timo Cavelius: Jetzt ermittelt die Polizei
Deutschlands Olympia-Starter Timo Cavelius (r) wurde Opfer einer Prügel-Attacke. (Archivfoto)
Judoka Timo Cavelius (r)
Erik Gruhn/Deutscher Judo-Bund/dpa
Judo-Star Timo Cavelius: Brutale Attacke auf fränkischen Olympia-Teilnehmer
Judoka Timo Cavelius (l) wurde nach einer Prügel-Attacke in der Bundesliga im Krankenhaus operiert. (Archivbild)
Deutschlands Judoka Timo Cavelius (l)
Eugene Hoshiko/AP

Als internationaler Top-Athlet und Olympia-Teilnehmer ist Timo Cavelius eines der großen Aushängeschilder im fränkischen Sport. Am Wochenende wurde der gebürtige Hofer zum Opfer einer gewalttätigen Attacke - wegen der nun die Polizei ermittelt.

Update vom 07.09.2026, 13.37 Uhr: Prügelattacke auf Hofer Judo-Star Timo Cavelius: Jetzt ermittelt die Polizei

Nach der Prügel-Attacke auf den Oberfranken Timo Cavelius in der Judo-Bundesliga hat die Polizei nach einer Anzeige wegen Körperverletzung Ermittlungen eingeleitet. Der Leipziger Gast-Kämpfer Akaki Japaridze aus Georgien, der den deutschen Olympia-Teilnehmer Timo Cavelius vom TSV Abensberg nach einem verlorenen Bundesligakampf krankenhausreif geschlagen und schwer im Gesicht verletzt hat, wurde am Samstagabend von den Behörden in der Leipziger Sporthalle Brüderstraße nicht mehr angetroffen.

Offenbar befand er sich bereits im Hotel. Der 24-jährige Georgier soll mittlerweile wieder in seiner Heimat sein. Die Person sei bekannt, es bestehe keine Gefahr im Verzug, bestätigte die Leipziger Polizei am Montag der Deutschen Presse-Agentur die Ermittlungen. Parallel dazu werden nun die Verbände weitere Maßnahmen ergreifen. Die Internationale Judo-Föderation (IJF), die Europäische Judo-Union (EJU) und der Georgische Judoverband wurden noch am Tag des Vorfalls über das Geschehen informiert, teilte der Deutsche Judo-Verband (DJV) mit.

Cavelius bereits operiert - Aus für WM in Baku

Die Aufarbeitung gehört in die dafür vorgesehenen sportrechtlichen und rechtlichen Verfahren und soll sachlich, konsequent und auf Grundlage der vorliegenden Fakten erfolgen, so der DJV. Für den frisch operierten Cavelius bedeutet die Prügel-Attacke das WM-Aus für die Titelkämpfe vom 4. bis 11. Oktober in Baku. "Besonders bitter ist dieser Ausfall für unseren Athleten mit Blick auf die laufende olympische Qualifikation und sein großes Ziel, sich für die Olympischen Spiele 2028 in Los Angeles zu qualifizieren und dort nach Paris seine zweiten Olympischen Spiele zu bestreiten", teilte der deutsche Verband mit.

Der 29 Jahre alte Cavelius ist beim Verband auch Athletenvertreter. Beim Bundesligakampf in Leipzig hatte der 8:6-Sieg der Sachsen gegen den bayerischen Serienmeister TSV Abensberg bereits festgestanden. Beide Kontrahenten standen sich innerhalb einer Stunde zum zweiten Mal gegenüber. Im ersten Duell des 90-Kilo-Limits hatte der für Leipzig kämpfende Georgier gewonnen. Das zweite Duell ging an Cavelius, der vor Freude eine provozierende Jubelgeste in Richtung Japaridze zeigte. Dann kam es zum Kurzschluss. "Dem Georgier sind die Sicherungen durchgebrannt", sagte TSV-Trainer Manuel Scheibel.

Ursprungsmeldung vom 07.09.2026, 10.30 Uhr: Judo-Star Timo Cavelius - brutale Attacke auf fränkischen Olympia-Teilnehmer

Die Judo-Bundesliga ist von einer brutalen Prügel-Attacke erschüttert worden. Der Leipziger Gastkämpfer Akaki Japaridze aus Georgien verletzte Timo Cavelius vom TSV Abensberg schwer. Cavelius stammt aus dem oberfränkischen Hof und gehört zur deutschen Judo-Elite - 2024 durfte er sein Land bei der Olympiade in Paris vertreten.

Umso schwerer wiegt die Fassungslosigkeit über den Angriff, der sich am Samstagabend (5. September 2026) in der Leipziger Sporthalle Brüderstraße direkt nach Kampfende abspielte. Als Cavelius eine Jubelgeste in seine Richtung machte, schlug der Georgier dreimal mit der Faust auf den völlig überraschten 29-Jährigen ein.

Eklat nach Kampf: Hofer Judo-Star Cavelius muss operiert werden

Laut der "Leipziger Volkszeitung" verlor Cavelius zwei Zähne und erlitt einen Kieferbruch, weshalb er in die Universitätsklinik eingeliefert wurde, wo er noch am Abend operiert wurde. Mittlerweile berichtete die Sportschau, dass Cavelius bei der Attacke keine Zähne verloren hätte. So oder so - die Bestürzung über den Vorfall ist groß. "Der DJB ist angesichts dieses Vorfalls zutiefst erschüttert und fassungslos", teilte der Deutsche Judo-Bund mit. "Wer auf die Matte geht, vertraut seinem Gegenüber die eigene Unversehrtheit an. Dieses Vertrauen ist die Grundlage unseres Sports. Diese Tat hat nicht nur Timo schwer verletzt, sie trifft jede und jeden von uns, die wir Judo machen", sagte Miryam Roper, Vorständin Leistungssport des DJB. Der 29-Jährige bereitet sich auf die Olympischen Spiele 2028 vor und kann vorerst keine Ranglistenpunkte sammeln.

"Nach aktuellem Stand wird Timo für längere Zeit ausfallen und damit auch die diesjährigen Weltmeisterschaften verpassen", hieß es vom Verband. Scheibel: "Dem Georgier sind die Sicherungen durchgebrannt. Das ist ein schrecklicher Einzelfall und hat nichts mit Leipzig und Abensberg zu tun - unsere Vereine verstehen sich gut. Wir finden es auch richtig, dass der Teamkampf nicht abgebrochen, sondern zu Ende geführt wurde", sagte der Abensberger Trainer Manuel Scheibel der LVZ. Die Leipziger entschuldigten sich umgehend und veröffentlichten eine Stellungnahme per Instagram: "Gewalt hat in unserem Sport keinen Platz. Als Judoka stehen wir für Respekt, Toleranz, Fairness und gegenseitige Achtung."

Der 8:6-Sieg des Gastgebers gegen den bayerischen Serienmeister TSV Abensberg hatte vor dem Vorfall bereits festgestanden. Beide Kontrahenten standen sich innerhalb einer Stunde zum zweiten Mal gegenüber. Im ersten Duell des 90-Kilo-Limits hatte der Leipziger gewonnen. Die Sachsen müssen den Vorfall nun aufarbeiten. Dem Verein droht womöglich eine Geldstrafe, Gast-Kämpfer Japaridze vielleicht eine lebenslange Strafe durch den Weltverband. Er gehört erst seit dieser Saison zum Bundesliga-Team und kam erst zweimal zum Einsatz. Nach dem Kampf-Wochenende reist er wieder in seine Heimat zurück.